Dietikon
Polizei fasst auf A1 ­kosovarische und deutsche Raserinnen – eine war mit 300 PS starkem Audi unterwegs

Die Polizei hat zwei Frauen verhaftet, die sich auf der Autobahn im Limmattal eines mutmasslichen ­Raserdelikts schuldig gemacht haben.

David Egger
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Der Kantonspolizei gingen zwei Autofahrerinnen ins Netz, die es sehr eilig hatten: Sie fuhren 150 km/h in einem Bereich, wo maximal 80 km/h erlaubt sind.

Der Kantonspolizei gingen zwei Autofahrerinnen ins Netz, die es sehr eilig hatten: Sie fuhren 150 km/h in einem Bereich, wo maximal 80 km/h erlaubt sind.

Themenbild: Sandra Ardizzone

Einer Patrouille der Kantonspolizei fielen am Montagabend kurz nach 21 Uhr auf der Autobahn A1 bei Dietikon in Fahrtrichtung Bern zwei Autos mit massiv überhöhter Geschwindigkeit auf. Die Polizisten nahmen umgehend eine Nachfahrmessung vor und beobachteten, wie die zwei Fahrzeuge bei signalisierten 80 Kilometern pro Stunde mit mehr als 150 Kilometer pro Stunde unterwegs waren. Die Personenwagen verliessen die Autobahn danach beim Anschluss Dietikon.

Bei den beiden Lenkerinnen handelt es sich um eine 21-jährige kosovarische Staatsangehörige sowie eine 23-jährige deutsche Staatsangehörige. Sie wurden durch die Verkehrspolizisten angehalten und verhaftet. «Sie werden nach den Befragungen der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis zugeführt; die Autos wurden sichergestellt und die Führerausweise abgenommen», teilte die Kantonspolizei am Dienstag mit.

Ein normal motorisiertes Fahrzeug und ein Sportwagen

Die beiden Frauen werden sich wegen Raserdelikten verantworten müssen. Denn auf dem betreffenden Stück der Autobahn, wo ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde gilt, gilt man mit einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde oder mehr als Raser oder eben Raserin. Die beiden Frauen waren mit 150 Kilometern pro Stunde unterwegs. Wie die Kantonspolizei auf Anfrage der «Limmattaler Zeitung» sagt, handelte es sich beim einen Fahrzeug um ein «normal motorisiertes Auto». Das zweite Fahrzeug sei ein Audi-Sportwagen mit 300 PS gewesen.

In Lufingen im Bezirk Bülach fuhr jemand 109 km/h innerorts

Die beiden rasenden Ausländerinnen sind nicht die einzigen Verkehrsteilnehmerinnen, die Anfang Woche die Kantonspolizei beschäftigten. Denn wie die Polizei weiter mitteilt, hat sie am Montagnachmittag zwei Geschwindigkeitskontrollen mit Lasermessungen im Ausserortsbereich in Turbenthal im Bezirk Winterthur und im Innerortsbereich in Lufingen im Bezirk Bülach durchgeführt. «Dabei wurden in Turbenthal sieben Fahrzeuglenkende mit Geschwindigkeiten zwischen 107 bis 121 Kilometern pro Stunde gemessen. In Lufingen passierten weitere sieben Autofahrende die Messstelle im Innerortsbereich mit bis zu 109 Kilometern pro Stunde. Während elf Personen an das Statthalteramt verzeigt werden mussten, sind drei Fahrer bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht worden», schreibt die Kantonspolizei in ihrer Mitteilung.

Damit ist klar: Raserinnen und Raser – teils mit massiv übermotorisierten Gefährten – sowie Schnellfahrerinnen und Schnellfahrer geben der Kantonspolizei auch im neuen Jahr sehr viel zu tun. Bereits im November 2021 hatte die kantonale Staatsanwaltschaft moniert, dass in jüngster Zeit «eine bedenkliche Häufung» von Raserdelikten zu verzeichnen seien. Zudem kommt es oft zu Raser-Unfällen.

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