Dietikon
Neue Mehrfamilienhäuser an der Mühlehaldenstrasse: Reformierte Kirchgemeindeversammlung spricht sich für 5,7-Millionen-Baukredit aus

Die reformierte Kirche will das alte Wohnhaus an der Mühlehaldenstrasse 19 in Dietikon abreissen und gleichenorts zwei Mehrfamilienhäuser bauen lassen. Die reformierte Kirchgemeindeversammlung hat am Montag die Annahme des Baukredits in der Höhe von 5,7 Millionen Franken empfohlen.

Sven Hoti
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Geplant sind zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt fünf Mietwohnungen.

Geplant sind zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt fünf Mietwohnungen.

Visualisierung: zvg

Die reformierte Kirchgemeindeversammlung Dietikon empfiehlt den Stimmbürgern, den Baukredit über 5,7 Millionen Franken für die geplanten Mehrfamilienhäuser an der Mühlehaldenstrasse 19 zu genehmigen. Sie hat dem Antrag der Kirchenpflege und der Rechnungsprüfungskommission am Montag mit 19 Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung zugestimmt. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten, die im November 2021 über die Annahme des Baukredits befinden werden.

Das derzeitige Wohnhaus an der Mühlhaldenstrasse 19 ist in die Jahre gekommen und laut der Kirchgemeinde schwer baufällig. Deshalb hat die Kirchgemeinde im letzten Jahr einen Projektwettbewerb für einen Ersatzneubau ausgeschrieben, den das Architekturbüro Schneider Studer Primas für sich entscheiden konnte. Der Baustart ist auf den September 2022 angesetzt. Im April 2024 sollen die beiden Mehrfamilienhäuser bezugsbereit sein.

Die Wohnungen haben laut der Liegenschaftsverwalterin der reformierten Kirchenpflege den Ausbaustandard von Eigentumswohnungen.

Die Wohnungen haben laut der Liegenschaftsverwalterin der reformierten Kirchenpflege den Ausbaustandard von Eigentumswohnungen.

Visualisierung: zvg

Geplant sind ein Mehrfamilienhaus mit drei 4,5-Zimmer-Wohnungen sowie eines mit einer 4,5- und einer 5,5-Zimmer-Wohnung.

«Es handelt sich um helle Wohnungen mit dem Ausbaustandard von Eigentumswohnungen»,

führte die Liegenschaftsverwalterin der reformierten Kirchenpflege Evi Weidmann an der Kirchgemeindeversammlung aus. Die Optik der Gebäude verglich sie zudem mit derjenigen von Einfamilienhäusern.

Das Grundstück soll dereinst über sechs überdachte Parkplätze und zwei Velounterstände für die Bewohnerinnen und Bewohner verfügen. Die Gebäude erfüllen laut Weidmann die neuesten energetischen Bestimmungen. So sind auf den Dächern Fotovoltaikanlagen vorgesehen, die den Strombedarf der Gebäude decken sollen. Eine spezielle Fassade soll zudem Energie- und Unterhaltskosten sparen.

Die Höhe der Wohnungsmieten wird die Kirchenpflege gegen Ende der Bautätigkeit definitiv bestimmen, wie Finanzvorstand Werner Hogg an der Versammlung erklärte. Man rechne jedoch mit monatlichen Zinsen von jeweils rund 2700 Franken für die 4,5-Zimmer-Wohnungen und 2900 Franken für die 5,5-Zimmer-Wohnung. Die Berechnung beruht laut Hogg auf Mietpreisen für vergleichbare Wohnungen in Dietikon.

Auf den Dächern sind Fotovoltaikanlagen vorgesehen.

Auf den Dächern sind Fotovoltaikanlagen vorgesehen.

Visualisierung: zvg

Über die Finanzierung der Neubauten bestimmt die Kirchenpflege. Diese hat entschieden, über eine Million Franken der für den Bau benötigen 5,7 Millionen Franken aus Eigenmitteln zu finanzieren. Für die verbleibenden 4,5 Millionen Franken habe man bereits eine Kreditzusage von der Zürcher Kantonalbank erhalten. Finanzvorstand Hogg versicherte:

«Eine Steuererhöhung wird nicht nötig sein.»

Das zweistöckige Gebäude an der Mühlehaldenstrasse 19 wurde 1915 gebaut und in den 1930er-Jahren von der reformierten Kirche gekauft, die es fortan als Pfarrhaus nutzte. Seit längerer Zeit wird es nicht mehr für kirchliche Zwecke benötigt, sondern als Wohnhaus von zwei Mietparteien genutzt.

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