Dietikon
Nachhaltige Heizung für St. Agatha: Katholiken sagen Ja zu Fernwärme und mehr Lohn für die Kirchenpflege

Die Dietiker Katholiken bewilligten einen Kredit von knapp einer halben Million Franken, um künftig umweltfreundlicher zu heizen. Auch zum Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss von 13 Prozent sagten sie Ja.

Florian Schmitz
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Die Kirche St. Agatha am Bahnhof Dietikon wird künftig mit Fernwärme geheizt.

Die Kirche St. Agatha am Bahnhof Dietikon wird künftig mit Fernwärme geheizt.

Archivbild: Severin Bigler

Die katholische Kirche Dietikon kann ihre Liegenschaften an das Fernwärmenetz der Limeco anschliessen. An der Kirchgemeindeversammlung genehmigten die Stimmberechtigten den nötigen Kredit von 483'500 Franken, wie die Kirchenpflege mitteilt. Nun ist der Weg frei, damit die Kirche St. Agatha und das Pfarrhaus bald mit Fernwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage in der Silbern versorgt werden. Gleiches gilt für das Pfarreizentrum und die Liegenschaft Bären. Die gemeinsame Heizung von Kirche und Pfarrhaus stellte sich im Mai nach nur elf Jahren als nicht mehr funktionsfähig heraus.

Stadt übernimmt einen Teil der Kosten

Die Liegenschaft Bären hat die katholische Kirchgemeinde im Herbst 2020 für 1,7 Millionen Franken an die Stadt Dietikon verkauft. Entsprechend übernimmt die Stadt 38 Prozent der Kosten, die für den Fernwärme-Anschluss von Pfarreizentrum und «Bären» anfallen. Das Geschäft war für die Katholiken dringend. Denn von Januar bis September 2022 verlegt die Limeco Leitungen in der Bahnhofstrasse, über die eine Anschlussmöglichkeit besteht. Danach wäre ein erneuter Anschluss erst in fünf bis acht Jahren wieder möglich, hatte die Kirchenpflege erklärt. Eine Studie habe gezeigt, dass der Anschluss an das Fernwärmenetz die kostengünstigste, nachhaltigste und umweltverträglichste Variante sei. So könnten jährlich 177 Tonnen CO2 eingespart werden.

50'000 statt 44'000 Franken für die Kirchenpflege

Die katholische Kirchgemeindeversammlung bewilligte am Montagabend auch eine Erhöhung der Entschädigungen für die Kirchenpflege. Neu erhält das siebenköpfige Gremium insgesamt 50'000 statt 44'000 Franken. Die Erhöhung sei notwendig, weil die Arbeit zeitaufwendiger und anspruchsvoller geworden sei, argumentierte die Kirchenpflege. Auch im Hinblick auf die anstehenden Wahlen solle die Entschädigung zeitgemäss, fair und wertschätzend sein.

Zudem genehmigte die Kirchgemeindeversammlung das Budget 2022 mit dem gleichbleibenden Steuerfuss von 13 Prozent. Dieses sieht ein Plus von 300'000 Franken vor. Dem Gesamtaufwand von 4,19 Millionen Franken steht ein Ertrag von 4,49 Millionen Franken gegenüber. Neben dem Anschluss an die Fernwärme will die katholische Kirche nächstes Jahr auch die Fenster der Kirche St. Agatha für 330'000 Franken sanieren und die Haustechnik im Pfarreizentrum für 100'000 Franken erneuern.

Von hier kommt künftig die Wärme für die Kirche St. Agatha: die Kehrichtverbrennungsanlage der Limeco in Dietikon.

Von hier kommt künftig die Wärme für die Kirche St. Agatha: die Kehrichtverbrennungsanlage der Limeco in Dietikon.

Sandra Ardizzone

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