Dietikon

Dietikon liegt beim Städteranking eine Nasenlänge vor Schlieren

Blick vom Limmatfeld über Dietikon und Schlieren auf den Uetliberg.jpg

Blick vom Limmatfeld über Dietikon und Schlieren auf den Uetliberg.jpg

Auf der neusten Städte-Rangliste des Wirtschaftmagazins «Bilanz» hat Dietikon Schlieren knapp hinter sich gelassen. Beide Standortförderer schätzen die Rivalität.

Welche Stadt ist besser: Dietikon oder Schlieren? Eine Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Eine mögliche Antwort präsentiert das neuste, gestern veröffentlichte Städte-Ranking des Magazins Bilanz: Darin platziert sich Dietikon um Haaresbreite vor Schlieren.

Doch beide Limmattaler Städte können mit ihrer Platzierung mehr als zufrieden sein: Auf der Rangliste mit insgesamt 143 Städten hat sich Dietikon auf Rang 23 vorgekämpft, Schlieren auf Rang 24. Die beiden Nachbarn haben je fünf Plätze gutgemacht. Weit abgeschlagen auf Rang 91 liegt Spreitenbach, das sich aber immerhin gegenüber dem Vorjahr um zehn Plätze verbessert hat. Den stolzen ersten Rang hat sich, wie schon im letzten Jahr, Zürich geholt.

Im «Bilanz»-Artikel wird die Rivalität zwischen Dietikon und Schlieren gross inszeniert, indem beide Standortförderer zu Wort kommen. Man sei auf sich selber bedacht, wenn es um die Ansiedlung neuer Firmen und grosser Wohnbauprojekte gehe, aber vereint, wenn es darum gehe, die Interessen des Limmattals zu wahren, wird der Dietiker Standortförderer Michael Seiler zitiert. Beim Städtevergleich pflege man «gesunden Sportsgeist» und schiele logischerweise immer zum Nachbarn hinüber, weil man ähnlich gelagert sei.

Gastronomie vs. Firmen

Und der Nachbar schielt zurück, wie der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer sagt: Im Städte-Ranking wolle man «einfach auf gleicher Höhe und wenn möglich rangmässig besser sein» als Dietikon. Zu den Stärken und Schwächen der beiden Städte sagt Schweizer: «Sie sind punkto Gastronomie besser, wir dafür beim Aufbau von Firmen-Clustern.»

Isabel Häberling, Consultant bei der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner analysiert die Situation so: «Schlieren zeigt eine dynamischere Entwicklung bei den Arbeitgebern, Dietikon hat dafür beim Thema Wohnen und Bevölkerung aufgeholt.»

Das jährlich von Wüest & Partner durchgeführte Städte-Ranking soll einen Überblick über die Lebensqualität in Schweizer Städten beziehungsweise Gemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnern geben. Bewertet werden elf Kriterien: Bildung, Entwicklung Stadtbevölkerung und Wohnmarkt, Arbeitsmarkt, Kultur und Freizeit, Erholung, Einkaufsinfrastruktur, Gesundheit und Sicherheit, Soziales, Mobilität und Verkehr, Steuerattraktivität und Kaufkraft sowie Besonderheiten Stadt und Verwaltung. Jedes Thema wird gleich stark gewichtet. (BHI)

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