Neujahrsapéro

Dietikon ist auf der Suche nach dem Glück im Alltag

Die Stadtmusik heisst 2016 mit Filmklängen willkommen, Stadtpräsident Otto Müller mit Glücksgefühlen.

«Wer dem grossen Glück nachläuft, kann es selten einholen.» Dieses südamerikanische Sprichwort nahm sich Stadtpräsident Otto Müller zum Leitfaden für seine Neujahrsansprache in der Stadthalle Dietikon. Glück sei für ihn nur in Form von kleinen Momenten im Alltag zu erreichen, sagte Müller. Er riet daher zu Bescheidenheit und zu einem Bewusstsein für die Vergänglichkeit des eigenen Glücks. Der Moment der Wende zum neuen Jahr sei zudem eine Gelegenheit, auch denjenigen zu gedenken, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens ständen, so Müller.

Auftakt zum Festzyklus
Einen Moment des Glücks, wenn vielleicht auch mehr als einen alltäglichen, erlebten an diesem Samstagmorgen die Musikerinnen und Musiker der Stadtmusik Dietikon (SMD). Mit ihrem Neujahrskonzert mit Klassikern der Musical- und Filmmusik eröffneten sie nämlich den Festzyklus ihres 125-Jahr-Jubiläums.

Noch immer sammle die Stadtmusik Spenden für ihre neue Uniform, wie SMD-Präsidentin Mirjam Peter in ihrer Ansprache sagte. Die neue Uniform wird am 21. Mai präsentiert. Das Galakonzert bildet einen ersten Höhepunkt des Jubiläumsjahrs. Ein weiterer folgt Ende Juni mit einem ausgiebigen Festwochenende mit Regionalmusiktag auf dem Kirchplatz Dietikon.

Das Neujahrskonzert gestaltete die SMD mit Klassikern aus 50 Jahren Musical und Film. Darunter waren etwa die Soundtracks zu «Star Wars», «Superman» oder «Les Misérables». Als Zugabe beglückte die SMD die Zuschauerinnen und Zuschauer in der restlos gefüllten Stadthalle mit dem weltbekannten Radetzky-Marsch.

Stadtpräsident Otto Müller nutzte seine Ansprache auch zu einem kurzen Rück- beziehungsweise Ausblick. Neben dem Jubiläum der Stadtmusik Dietikon, die Müller als wichtiges Aushängeschild der Stadt bezeichnete, hob er für 2016 die Wahl des Dietikers Rolf Steiner zum «höchsten Kantonalzürcher», zum Präsidenten des Kantonsrats, am 9. Mai hervor.

In seinem Jahresrückblick erwähnte er etwa die Erlangung des Labels Energiestadt Gold, die Eröffnung des Limmat Towers oder die Einweihung der neuen Weihnachtsbeleuchtung. Die kürzliche Annahme des Projekts Limmattalbahn, die in Dietikon aber wuchtig verworfen worden war, erwähnte Müller nicht.

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