Dietikon
Pionierin in der Kommunalpolitik: «Ich habe mich den Kämpferinnen fürs Frauenstimmrecht verpflichtet gefühlt»

Theres Frech war die erste Gemeinderätin und die erste Präsidentin des Dietiker Parlaments. Als erste Frau vertrat sie das Limmattal im Kantonsrat. Im Interview blickt sie 50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz auf ihre Karriere zurück und sagt, was noch geschehen muss, dass Frau und Mann tatsächlich gleichgestellt sind.

Sibylle Egloff
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Theres Frech ist eine Pionierin der Limmattaler Politik. Seit der Einführung des Frauenstimmrechts habe sich vieles verbessert, sagt die 82-Jährige. Unzufrieden ist die erste Dietiker Gemeinderätin und Gemeinderatspräsidentin mit der nach wie vor herrschenden Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann.

Theres Frech ist eine Pionierin der Limmattaler Politik. Seit der Einführung des Frauenstimmrechts habe sich vieles verbessert, sagt die 82-Jährige. Unzufrieden ist die erste Dietiker Gemeinderätin und Gemeinderatspräsidentin mit der nach wie vor herrschenden Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann.

Bild: Sandra Ardizzone

Der Ordner, auf dem das Dietiker Wappen klebt, ist prall gefüllt. Theres Frech blättert in der Vergangenheit. Fotos in vergilbten Zeitungsartikeln bilden die 82-jährige Dietikerin in jungen Jahren ab. Frech steht im getupften Kleid und mit toupierten Haaren an einem Rednerpult. «Zum ersten Mal eine Frau», heisst es im dazugehörigen Bericht. «Das war 1981, als ich zur Präsidentin des Dietiker Gemeinderats gewählt wurde», erinnert sich Frech. In diesem Jahr sei sie von allen Vereinen der Stadt zu ihren Jahresversammlungen eingeladen worden. Die zahlreichen Karten und Briefe im Ordner zeugen davon. «Ich habe erst zu dieser Zeit begonnen, die Artikel und Schreiben zu sammeln.» Die politische Karriere von Frech startete nämlich bereits elf Jahre zuvor.