Dietikon
Hauptübung der Dietiker Feuerwehr endete mit einem Rückzug: EVP-Stadtrat Heinz Illi tritt 2022 nicht mehr an

Nach 16 Jahren ist Schluss für Heinz Illi. Am Ende der Feuerwehr-Hauptübung kündigte der Vorsteher der Dietiker Sicherheits- und Gesundheitsabteilung seinen Rückzug an.

Christian Murer
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Die Feuerwehrmänner waren am vergangenen Samstagnachmittag bereit für die Einsatzübung.
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Während der Feuerwehrübung brannte vermeintlich das Dach der Turnhalle.
Viele Gäste versammelten sich um den Übungseinsatz zu begutachten.
Die Autodrehleiter war im Einsatz.
Mit Disco-Rauch werden die Flammen nachgestellt, durch die sich die Feuerwehr kämpfen muss.
Hier steigen die Figuranten in den Korb der Autodrehleiter der Feuerwehr Dietikon ein.
Ein Feuerwehrmann rettet die Kinder mittels dieser Autodrehleiter.
Die aufgeblasene Sprungmatte hilft bei der Rettung als Puffer.
Die 50 Kilogramm schwere Carbonleiter ist einsatzbereit.
Auch Puppen kamen bei der Übung zum Einsatz.
Die Feuerwehrmänner sind mit der Retablierung der Atemschutzmasken beschäftigt.
In der Pause gab es unter anderem Wienerli und Getränke.
In der Pause gab es einen grossen Andrang. Viele Gäste, Helfende und Teilnehmende tranken und assen gemeinsam.
Der traditionelle Umzug mit den Tambouren der Stadtjugendmusik sowie der Stadtmusik Dietikon war ein Highlight.
Die Stadtmusik Dietikon hielt wieder das traditionelle Ständchen.
Heinz Illi nahm zum letzten Mal als Stadtrat an einer Feuerwehr-Hauptübung teil.

Die Feuerwehrmänner waren am vergangenen Samstagnachmittag bereit für die Einsatzübung.

Christian Murer

Die Neuigkeit gab der Dietiker Stadtrat Heinz Illi (EVP) nach der Hauptübung der Feuerwehr Dietikon bekannt: Er trete bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr an. Der Vorsteher der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung sagte, dass er nach 16 Jahren nun zum letzten Mal an einer Feuerwehr-Hauptübung als Stadtrat dabei gewesen sei. Illi erklärte:

«Ich bin allzu sehr ein Wertemensch. Deshalb bereitet mir die Entwicklung der lokalen Politik zunehmend mehr Mühe.»

Daher habe er sich nach langer Überlegung entschlossen, bei den nächsten Wahlen 2022 nicht mehr zu kandidieren. Näheres zu seinem Rückzug aus dem Stadtrat will Illi am Montag bekannt geben.

Zahlreiche Gäste

Zuvor war die Feuerwehr an der Reihe: Pünktlich um 13.30 Uhr trat am Samstag die Gesamtfeuerwehr Dietikon vor dem Depot an. Kurz darauf begann der Übungsbetrieb, wo die zahlreich erschienenen Gäste die Vielfalt der Geräte einer Stützpunktfeuerwehr wahrnehmen konnten. Drei Züge demonstrierten den Leiterdienst und die Knoten. Die Strassenrettung kam mit Heben, Sichern und Ziehen zum Einsatz. Und auch nach der Pause im Feuerwehrdepot kamen die Feuerwehrleute beim nahen Zentral-Schulhaus in Aktion.

Brandeinsatz im Schulhaus Zentral simuliert

Dort brennt das Dach der Turnhalle. Überall sind Flammen. Es raucht aus den Schulzimmern, wo Personen eingeschlossen sind. Und im Treppenhaus schreien Leute. Jetzt kommen die Feuerwehrleute zum Einsatz. Aus vollen drei Rohren versuchen sie, das brennende Turnhallendach zu löschen.

Per Autodrehleiter holen sie jugendliche Figuranten vom dritten Stock des Schulhauses heil auf den Pausenplatz. Mit Atemschutzmasken dringen Feuerwehrleute ins Schulhaus ein. Mit grossem Einsatz meistern sie den Schulhausbrand. Hautnah sind die Zuschauerinnen und Zuschauer dabei, wenn sich die Angehörigen der Dietiker Feuerwehr durch den Rauch und die Flammen kämpfen. Man erlebt die Rettungen aus der Sicht der zu rettenden Personen.

Stabsoffizier Roger Wiederkehr fasst den Einsatz seiner Truppe so zusammen: «Aus meiner Sicht war es eine sehr gelungene Übung. Bei der Detailausbildung und der anschliessenden Einsatzübung wurde den Zuschauern ein interessanter Einblick in die Feuerwehrarbeit geboten. Die Bevölkerung kann wahrlich stolz auf die Feuerwehr Dietikon sein.»

Umzug mit Stadtmusik

Der traditionelle Umzug mit den Tambouren der Stadtjugendmusik sowie der Stadtmusik Dietikon unter Leitung von Marco Nussbaumer war wiederum das Highlight des Nachmittags. Nussbaumer führte auch den Stab beim Ständchen vor dem Feuerwehrdepot. Dort wurden sieben Feuerwehrleute befördert. Anschliessend gabs für die Geladenen mit Zertifikat und Ausweis einen Apéro im Foyer des Kirchgemeindehauses St. Agatha sowie ein Nachtessen.

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