Dietikon
FDP fordert mehr Videoüberwachung im Kampf gegen Vandalismus und Littering

Abschreckung und Aufklärung: Der Stadtrat soll an stark betroffenen Orten verstärkt auf Videokameras zurückgreifen, fordert FDP-Gemeinderat Olivier Barthe in einem Postulat.

Florian Schmitz
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Videoüberwachung an öffentlichen Orten nimmt im Limmattal zu. Seit Ende 2020 überwacht beispielsweise die Gemeinde Oberengstringen neu ihre Recycling-Sammelstellen.

Videoüberwachung an öffentlichen Orten nimmt im Limmattal zu. Seit Ende 2020 überwacht beispielsweise die Gemeinde Oberengstringen neu ihre Recycling-Sammelstellen.

David Egger

Abfallberge entlang der Limmat, verunstaltete Toiletten in Geroldswil und Bergdietikon, Littering und Sprayereien in Urdorf: Vandalismus und liegengelassener Abfall sind in vielen Limmattaler Gemeinden schon länger ein Problem, haben seit Ausbruch der Coronapandemie aber nochmals zugenommen.

In Dietikon schloss die Ausstellung (G)artenvielfalt deshalb im Winter sogar zwischenzeitlich ihre Tore und auch mehrere Werke der Lichtkunstausstellung DietikON im Stadtzentrum wurden Opfer sinnloser Zerstörung. Als Reaktion auf diesen Trend bittet der Dietiker FDP-Gemeinderat Olivier Barthe den Stadtrat, den verstärkten Einsatz von Videokameras an stark betroffenen Orten im öffentlichen Raum zu prüfen. Ihm geht es sowohl um die abschreckende Wirkung als auch um die Aufklärung. Mitunterschrieben wurde Barthes Postulat von zwei seiner drei FDP-Gemeinderatskollegen, Michael Segrada und Mike Tau, sowie von GLP-Gemeinderat Sven Johannsen.

In Dietikon sind örtlich begrenzte Videoüberwachungen seit 2011 erlaubt, um strafbare Handlungen an besonders gefährdeten Orten abzuwehren und zu verhindern, wie Barthe im Postulat erinnert. Dazu zählen etwa das Bahnhofsareal und der Bahnhofsplatz, Schulen, Sammelstellen, der Kirchplatz und Unterführungen.

Erste installierte Kameras haben laut Barthe «nicht nur präventive Wirkung gezeigt, sondern auch nachweislich zur Aufklärung von strafbaren Handlungen beigetragen». Im Herbst 2015 rüstete die Schule Dietikon ihre Schulhäuser mit Kameras aus und konnte so in den folgenden Jahren rund die Hälfte der verübten Vandalenakte aufklären.

In seinem Postulat schneidet Barthe auch den Datenschutz kurz an und fordert: «Die Aufzeichnungen sollten lediglich in begründeten Fällen ausgewertet und nicht missbräuchlich verwendet werden.»