Limmatbahn
Dietikon: Es wird mehr Präsenz für Limmattalbahn gefordert

Der Stadtrat will Kommunikation betreffend Limmattalbahn unterstützen, aber nicht anreissen. Dies sei Sache der Limmattalbahn AG. Gemeinderat Thomas Wirth will vom Stadtrat eine stärkere Motivation für das Bahn-Projekt.

Katja Landolt
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Über die Limmattalbahn soll mehr gesprochen werden.Visualisierung

Über die Limmattalbahn soll mehr gesprochen werden.Visualisierung

Der Dietiker Stadtrat erachtet die Limmattalbahn wohl als wegweisendes Projekt – die Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit sieht er aber bei der Limmattalbahn AG. Das schreibt er in einer Antwort auf die Anfrage von EVP-Gemeinderat Thomas Wirth. Diesem stösst diese Haltung sauer auf.

Wirth hatte in seiner Anfrage wissen wollen, ob es dem Stadtrat nicht möglich wäre, sich mehr für das Projekt zu motivieren und gegenüber der breiten Bevölkerung und den Behördenvertretern regelmässiger und offensiver zu kommunizieren. Weil es um die Limmattalbahn in den letzten Wochen von öffentlicher Seite her ruhiger geworden sei, befürchtet Wirth, dass der Goodwill der Bevölkerung gegenüber dem Projekt abnehmen könnte. «Auch lässt der Stadtrat eine spürbare Begeisterung und ein Vorangehen in Sachen Limmattalbahn vermissen», so Wirths Ausführungen.

Diesen Vorwurf kontert der Stadtrat: «Es findet laufend ein intensiver Austausch zwischen den projektierenden Büros, den Verantwortlichen der Limmattalbahn sowie den Behörden- und Fachvertretern der Stadt Dietikon statt.» Ausserdem sei eigens zur Einbindung der politischen Parteien ein runder Tisch geschaffen worden, wo Fragen zur Limmattalbahn präsentiert und diskutiert werden. Dieser runde Tisch solle nun zum siebten Mal stattfinden.

Erneut Veranstaltung geplant

Zum Thema Kommunikation nach aussen hält der Stadtrat fest: «Die eigentliche Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt liegt in der Verantwortung der Limmattalbahn AG.» Er unterstütze diese Aktivitäten aber aktiv und wolle Kontakt mit der Limmattalbahn AG aufnehmen, um geeignete Massnahmen für eine intensivere Kommunikation ins Auge fassen. Im Sommer sei ausserdem die Durchführung einer Öffentlichkeitsveranstaltung geplant.

Auch die Stadt selbst will handeln: Wirth hatte in seiner Anfrage konkret vorgeschlagen, in regelmässigen Abständen in der Lokalzeitung über das Projekt zu berichten und Informationen dazu prominenter auf der Dietiker Website zu platzieren. Letzteren Vorschlag wolle man prüfen, so der Stadtrat, eine ausführliche Berichterstattung in den Medien sei vorgesehen. Zudem sei geplant, dem Thema Limmattalbahn in einer weiteren Ausgabe des Stadtmagazins Platz zu widmen.

«Die Regelmässigkeit zählt»

Für Wirth ist die Haltung der Stadt zu zurückhaltend, und dass die Stadt die Hauptverantwortung für die Kommunikation der Limmattalbahn AG überlassen will, ist ihm zu einfach: «Dietikon als Bezirkshauptort muss einer der hauptsächlichen Unterstützer für die Limmattalbahn sein, und das soll die Bevölkerung immer wieder spüren und hören.» Und zu den Plänen seitens der Stadt hält er fest: «Nicht die Grösse der Massnahme ist entscheidend und vertrauensbildend, sondern die Regelmässigkeit.»