Mit dem Stück «Fledermaus Ouverture» von Johann Strauss startete das Sinfonieorchester Tifico sein Neujahrskonzert in der Stadthalle Dietikon. Das Orchester mit seinem Dirigenten Christof Brunner und der Solistin Céline Grüebler brachte gestern die grosse, weite Welt der Musical- und Filmmusik auf die Dietiker Bühne: Ob Western-Musik von Ennio Morricone, «Star Wars»-Themenlied von John Williams oder «Departures» von Joe Hisaishi, das Orchester spielte stets feinfühlig.

Sinfonieorchester Tifico spielt Fledermaus Ouverture von Johann Strauss Jr

Sinfonieorchester Tifico spielt Fledermaus Ouverture von Johann Strauss Jr

Die Musikauswahl zeigte grosse Aufbruchstimmung verbunden mit Zuversicht.
In der Ansprache des Stadtpräsidenten Otto Müller (FDP) erfuhr das rund 800-köpfige Publikum von der grosszügigen Geste eines Mitbürgers, dem das gleiche Konzert vor drei Jahren so gut gefiel, dass er das diesjährige gesponsert hat.

«Geschätzte Gäste, geniessen Sie den heutigen Augenblick, als wäre er zeitlos», sagte Müller und widmete seine Rede, jenen Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Er wünschte deshalb den Dietikern Gesundheit und Zuversicht, aber auch Humor und Freude.

Liebe öffnet alle Tore

In seinem pointierten Rückblick sorgte der Stadtpräsident für einige Lacher: Beispielsweise als er an die Ereignisse im Gefängnis Limmattal erinnert, als die «Liebe alle Tore öffnete». Leider sei die Zeit für die Schweiz im Halbfinal der Fussball-Europameisterschaft noch nicht reif gewesen, doch war das Interesse am Public Viewing auf dem Kirchplatz gross.

Die Einweihung des Limmatfelds, die Wahl des Dietikers Rolf Steiner (SP) zum Kantonsratspräsidenten, aber auch das gute Abschneiden beim Städtevergleich seien Ereignisse, die ein positives Licht auf Dietikon werfen, so Müller. In seinem Ausblick lobte der Stadtpräsident das geplante Stadtfest 2018 und wünschte, dass die Dietiker zu aktiven Botschaftern ihrer Stadt werden. Zu diesem Zweck erhielten die Besucher einen Kleber, auf dem «Stadt Dietikon» mit ihrem Wappen steht.

Am anschliessenden Apéro bedienten die Gemeinderäte die Gäste. Vor Ort waren auch der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann (SP), Kantonsratspräsident Rolf Steiner und Karl Klenk, der älteste Dietiker mit Jahrgang 1912. «Ich nehme alles so, wie es kommt», sagte er.

Der Kleber soll Dietikon bekannt machen, so Klenk weiter. Die ehemalige Gemeinderätin Rosemarie Frehsner möchte den Stadtkleber am Kühlschrank heften, dort hat sie alles, woran sie denken muss. Besucher Martin Camenzind würde den Kleber an seine Trychel anbringen, die er beim Chlauseinzug trägt.

«Das Konzert war ein musikalisch hervorragendes Erlebnis», sagt Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani (SVP). Scherzend meint er, es sei gefährlich, wenn der Höhepunkt bereits am Jahresbeginn stattfindet.