Dietikon
Ein besonderer Sporttag in Dietikon: Das tolle Zusammenspiel macht Freude

Erstmals fand der Sporttag von «PluSport Behindertensport Schweiz» an vielen verschiedenen Standorten statt. Auch auf dem Dietiker Sportplatz Hätschen massen sich begeisterte Hobbysportler in verschiedenen Disziplinen. Zahlreiche Jugendliche vom STV Dietikon beteiligten sich ebenfalls am Anlass.

Christian Murer
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Beim Gruppenbild ist den Teilnehmenden die Freude ins Gesicht geschrieben.
11 Bilder
Voller Einsatz beim Hüpfen.
Jetzt fliegen die Plastikbecher.
Das Springseil bereitet Spass
Der körperbehinderte Profi-Fussballspieler Muhammad Sheyda zeigte in der Pause sein Können.
Ob dieser dynamische Pass wohl ankommt?
Lagebesprechung zwischendurch.
Auch gepuzzled wurde auf dem Sportplatz Hätschen.
Perfekte Stabsübergabe beim Staffellauf.
Bei diversen Ballspielen ging es um die Koordination.
Die Jugendlichen des STV Dietikon machten super mit.

Beim Gruppenbild ist den Teilnehmenden die Freude ins Gesicht geschrieben.

Angela Rothbrust

Seit sechzig Jahren ist das zweite Juli-Wochenende für Sportfans mit Beeinträchtigungen ein Höhepunkt. Dieses Jahr hat «PluSport Behindertensport Schweiz» das grösste und beliebteste Sportfest für Menschen mit einer geistigen, Körper- und Sinnesbehinderung erstmals nicht wie gewohnt mit rund 2000 Teilnehmenden nur in Magglingen, sondern an 24 Orten der Schweiz durchgeführt.

So traf sich am vergangenen Sonntagnachmittag bei idealen Bedingungen eine Gruppe von 15 Sportlerinnen und Sportlern vom PluSport Behindertensport Amt und Limmattal auf dem Sportplatz Hätschen in Dietikon. Mit dabei waren auch zahlreiche Jugendliche der Jugendriege des Turnvereins STV Dietikon. An fünf Posten massen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Geschicklichkeit, Fitness und Ausdauer gegeneinander. Der Spass kam dabei nicht zu kurz, was sich auch generell an der lockeren Stimmung an dem aussergewöhnlichen Sportanlass bemerkbar machte.

In der Pause ruft König Fussball

Nach einem gemeinsamen Aufwärmen mit dem Tanz-Hit «Jerusalema» wurden die Sportlerinnen und Sportler in fünf gemischte Gruppen eingeteilt. Dabei dienten an der Fussball-EM erfolgreiche Nationen wie England, Italien und die Schweiz als Gruppennamen. Am Nachmittag folgte ein abwechslungsreicher Parcours mit verschiedenen Disziplinen, die unterschiedliche Fähigkeiten auf die Probe stellten. In der Pause wurde, wie nicht anders zu erwarten war, zum Plausch Fussball gespielt. Dabei zeigte der körperbehinderte Profi-Fussballspieler Muhammad Sheyda einige seiner vielen Tricks. Bei der Siegerehrung zum Schluss bekam jeder aktive Sportler eine Medaille, ein Sportdiplom und ein kleines Präsent der Sponsoren.

In Zusammenarbeit mit der Radioschule Klipp & Klang übertrug das Berner Kulturradio Rabe den PluSport-Tag live von 11 bis 15 Uhr. Dafür reisten drei Reporter zu den quer durch die Schweiz verteilten Anlässen und fingen Stimmen ein. Zahlreiche Persönlichkeiten gaben Auskunft über PluSport. Darunter waren der Fussball-Experte Gilbert Gress, Nationalrat Matthias Aebischer (SP), der ehemalige Fussballkommentator Dani Wyler sowie der Sänger und Kunstturner Lucas Fischer.

Traumhaftes Wetter sorgt für Genuss

Programm-Manager Johannes Lieb freute sich über den erfolgreichen Anlass:

«Bei traumhaftem Wetter geniessen wir heute den integrativen Sporttag.»

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten viel Freude. Das Highlight dieses Sportanlasses sei für ihn das wunderbare Zusammenspiel der Sportlerinnen und Sportler mit oder ohne Beeinträchtigung. «Es macht wirklich Spass, wenn alle am gleichen Strang ziehen», Martin Christen, technischer Leiter von PluSport Amt und Limmattal.

Das bestätigte Andrin Hess von der Jugendriege des STV Dietikon: «Für mich war dies ein toller Anlass zusammen mit allen», sagte der 18-Jährige. Ihn habe auch der Jerusalema-Tanz besonders beeindruckt. Und Regula Eck aus Weiningen, die sich im Vorstand von PluSport Amt und Limmattal engagiert, sagte nach dem Sportfest: «Klein aber fein finde ich diesen sportlichen Event. Das Zusammensein in dieser Gruppe mit Teenager finde ich grossartig.»