Dietikon
Die Stadtangestellten sind zufrieden, doch bleibt ihnen die Stadt etwas fremd

Eine Personalbefragung vom Dezember 2020 zeigt: Die Dietiker Stadtangestellten halten ihre Chefs für fair und ihre Kolleginnen und Kollegen für motiviert. Doch ein Drittel von ihnen kann sich nicht mit der Stadt identifizieren.

Limmattaler Zeitung
Merken
Drucken
Teilen
Das Stadthaus Dietikon: Hier arbeiten die Angestellten an sich gern – 91 Prozent aller Befragten bezeichnen ihre Vorgesetzten als fair oder als absolut fair.

Das Stadthaus Dietikon: Hier arbeiten die Angestellten an sich gern – 91 Prozent aller Befragten bezeichnen ihre Vorgesetzten als fair oder als absolut fair.

Severin Bigler

Der Stadtrat von Dietikon zeigt sich erfreut: Die Angestellten hätten der Stadt als Arbeitgeberin gute Noten erteilt. «Die Ergebnisse sind äusserst positiv ausgefallen», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die mitgeteilten Werte sind in der Tat überaus positiv. Einer sticht allerdings etwas negativ heraus; demnach können sich zwar zwei Drittel der Angestellten mit der Stadt Dietikon identifizieren. «Sie verstehen sich als Dienstleister und wollen mit ihrem Einsatz zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger beitragen», heisst es in der Mitteilung. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass sich immerhin ein Drittel der städtischen Angestellten nicht mit der Stadt identifizieren kann.

Doch von einem Identifikationsmangel, der sich auf die Arbeitsmoral der Stadtangestellten niederschlagen würde, kann gemäss den mitgeteilten Zahlen dennoch keine Rede sein: «Rund 93 Prozent gaben an, dass die Zusammenarbeit im Team sehr gut oder gut ist und die Kolleginnen und Kollegen motiviert sind», heisst es in der Mitteilung.

Das Kommunikationsverhalten der vorgesetzten Person sei ebenfalls positiv bewertet worden (eine Prozentangabe fehlt diesbezüglich). Die Chefin oder den Chef nehmen rund 68 Prozent der Angestellten als «absolut fair» wahr, weitere 23 Prozent als «fair». Insgesamt sind dies hohe 91 Prozent, die ihren Vorgesetzten in der Befragung als gerecht und anständig bezeichnen.

Die fünf neuen Grundwerte der Verwaltungsarbeit

Das Personalamt der Stadt Dietikon hatte die Umfrage im Dezember 2020 durchgeführt. 77 Prozent aller Stadtangestellten nahmen daran teil. Befragt wurden sie nach den fünf Grundwerten der Verwaltungsarbeit, die in der neuen Personalstrategie definiert sind. Es handelt sich um «Respekt», «Verantwortung», «Zusammenarbeit», «Leidenschaft» und «Pragmatismus». Die Mitarbeitenden konnten beurteilen, inwieweit diese Grundwerte im Dietiker Joballtag umgesetzt werden.

Die Personalzufriedenheit war in den vergangenen Jahren in der Stadt mehrmals ein Thema. Unter anderem wegen vieler Abgänge und Vakanzen orteten verschiedene Politikerinnen und Politiker ein Problem; in einem Postulat hatten sie im Januar 2019 Verbesserungen gefordert.

Der Stadtrat kündigte verschiedene Massnahmen an. So verwies er darauf, dass eine Personalstrategie erarbeitet werden soll, die inzwischen offenbar vorliegt. Zudem passte er die Ferienregelung an.

Wie der Stadtrat nun schreibt, will er regelmässig wieder weitere Personalbefragungen durchführen. Es sei ihm ein Anliegen, «dass die Stadtangestellten sich in ihrem Job wohlfühlen und dies in Form von guten Dienstleistungen nach aussen tragen».