Dietikon
Diese 31-Jährige will Pfarrerin werden: Reformierte stellen Melanie Randegger zur Wahl

Die reformierte Kirchgemeindeversammlung Dietikon hat Melanie Randegger einstimmig als Pfarrerin zur Wahl vorgeschlagen. Zudem hat sie die Jahresrechnung 2020 genehmigt, die mit einem Ertragsüberschuss abschloss.

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Gute Aussichten: Die reformierte Kirchgemeinde Dietikon ist mit einem Plus in das neue Jahr gestartet.

Gute Aussichten: Die reformierte Kirchgemeinde Dietikon ist mit einem Plus in das neue Jahr gestartet.

Christian Murer (November 2020)

Schon bald könnte wieder eine Frau das Pfarramt in der reformierten Kirche Dietikon bekleiden. Die Kirchgemeindeversammlung hat am Dienstagabend einstimmig Melanie Randegger zur Wahl vorgeschlagen. Sie soll Andreas Scheibler ersetzen, der das Pfarramt bisher interimistisch führte. Die definitive Wahl erfolgt am 26. September an der Urne.

Melanie Randegger hat auf der Gemeindeverwaltung Unterengstringen eine Lehre gemacht und die Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene besucht, um anschliessend an der Universität Zürich Theologie zu studieren. Zurzeit absolviert sie ein Vikariat im Kirchenkreis Zürich-Altstetten. Sie wird dieses im Sommer abschliessen und ist dann befähigt für die Einsetzung ins Pfarramt. Randegger hat Jahrgang 1990, ist in Schlieren aufgewachsen und wohnt zurzeit in Horgen.

Melanie Randegger stellt sich zur Wahl als Pfarrerin der reformierten Kirche Dietikon.

Melanie Randegger stellt sich zur Wahl als Pfarrerin der reformierten Kirche Dietikon.

zvg

Ein weiteres Traktandum der reformierten Kirchgemeindeversammlung am Dienstag war die Jahresrechnung 2020. Die 28 anwesenden Stimmberechtigten (von insgesamt 3557 Stimmberechtigten) genehmigten auch diese einstimmig.

Die Rechnung schloss bei einem Gesamtaufwand von rund 2,197 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von rund 2,255 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 57'000 Franken. Der Überschuss soll dem Eigenkapital gutgeschrieben werden, welches damit auf total 4,61 Millionen Franken ansteigt, wie die reformierte Kirchgemeinde mitteilte.

Grund für den Überschuss war laut der Kirchgemeinde ein tieferer Sach- und Personalaufwand sowie höhere Steuereinnahmen als im Jahr 2019. Die Steuereinnahmen schlossen leicht unter, der Personalaufwand leicht über dem budgetierten Betrag. Der Sachaufwand unterschritt das Budget deutlich, was hauptsächlich auf den Wegfall vieler Anlässe infolge der Coronapandemie zurückzuführen sei, so die Kirchgemeinde. (sho)