Dietikon
Die Hochbauabteilung soll möglichst bald eine professionelle Software einführen – damit bei den Abrechnungen künftig alles sauber läuft

FDP-Gemeinderat Michael Segrada setzt sich mit einem Postulat dafür ein, dass in Dietikon eine Baumanagement-Software eingesetzt wird. Dieses längst versprochene Projekt spare Zeit und verbessere die Arbeitsqualität, ist er überzeugt.

Florian Schmitz
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Nur eines von vielen bevorstehenden Grossprojekten in der Stadt: Voraussichtlich bis Sommer 2024 wird die Zehntenscheune auf dem Kronenareal zu einem Haus der Bevölkerung umgebaut.

Nur eines von vielen bevorstehenden Grossprojekten in der Stadt: Voraussichtlich bis Sommer 2024 wird die Zehntenscheune auf dem Kronenareal zu einem Haus der Bevölkerung umgebaut.

Florian Schmitz

Nach der Fertigstellung von Bauprojekten der Stadt seien oft Jahre vergangen, bis die endgültigen Abrechnungen vorlagen und sie zur Abnahme in den Dietiker Gemeinderat kamen, bemängelt der Dietiker Gemeinderat Michael Segrada (FDP) in einem neuen Postulat. Er bittet darin den Stadtrat, möglichst rasch die Einführung einer geeigneten Baumanagement-Software für die Hochbauabteilung umzusetzen.

Die Evaluation und Einführung einer solchen Software, um städtische Hochbauprojekte zu bewirtschaften, sei in den vergangenen zwei Jahren immer wieder versprochen, aber jedes Mal bis auf weiteres aufgeschoben worden. Dass die Begründung zuletzt gelautet habe, die Ressourcen für eine Evaluation würden fehlen, lässt Segrada nicht gelten: «Ein professionelles Tool wird die Abteilung in der täglichen Arbeit immens unterstützen.» So werde die Qualität und der Zeitaufwand, um Bauprojektabrechnungen zu erstellen, erheblich optimiert.

Breit abgestützte Forderung

Das Postulat haben neun Gemeinderatsmitglieder der Parteien FDP, SVP, EVP, GLP, Grüne und Gamfa mitunterzeichnet. Für sie ist klar: Jetzt ist die Zeit für die Einführung einer Baumanagement-Software gekommen. Schliesslich stünden der Hochbauabteilung viele grosse Projekte bevor.

Die Debatten um alte Dietiker Bauabrechnungen sind legendär. Sehr bildhaft brachte es 2019 Gemeinderätin Eveline Heiniger (SVP) auf den Punkt: «Die SVP will, dass in der Stadt Dietikon keine Dornröschen-Abrechnungen dösen, bis sie vom Prinz der Hochbauabteilung wachgeküsst werden.» Software soll nun dabei helfen; Heiniger hat Segradas Postulat ebenfalls mitunterzeichnet.