Dietikon
Der Flohmarkt kommt zurück, aber der grosse Ärger bleibt

Offenbar haben Parlamentarier eine dringliche Interpellation einreichen wollen – erst dann entschied die Stadt, den Flohmarkt wieder zuzulassen.

David Egger
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Der Flohmarkt ist zurück in Dietikon.

Der Flohmarkt ist zurück in Dietikon.

Archivbild: Suleika Baumgartner

Diesen Samstag ist es wieder so weit: Im Dietiker Zentrum findet der Flohmarkt statt. Das freut die SP sehr, wie Silvan Fischbacher am Donnerstagabend im Parlament erklärte. «Mit unserer Fraktionserklärung wollen wir unseren Unmut über das vorangegangene Prozedere ausdrücken», leitete er aber sein kritisches Votum namens der SP/AL-Fraktion ein.

Denn schon seit letztem Juni würden sich viele Flohmarktbetreibende an die Gesundheits- und Sicherheitsabteilung der Stadt Dietikon wenden mit der Bitte, den Flohmarkt wieder stattfinden zu lassen. Pandemie-rechtlich ist das kein Problem mehr. Aber die Stadt habe immer wieder den Vorwand vorgebracht, «dass wegen der Limmattalbahnbaustelle ein Platzmangel herrscht», so Fischbacher. Dieses Argument sei aber «schlicht nicht richtig». Nachdem der Flohmarkt-Wunsch nun immer wieder über verschiedene Stellen an die Stadt gerichtet worden sei und Parlamentarierinnen und Parlamentarier verschiedener Parteien eine dringliche Interpellation hätten einreichen wollen, habe die Stadt nun doch noch eingelenkt und ihre «Scheinargumente» seien zusammengefallen.

«So geht man nicht mit gerechtfertigten Anliegen aus der Bevölkerung um. Es macht den Anschein, dass man diese erst ernst nimmt, wenn das Parlament Druck macht. Das mag zwar für uns motivierend sein, weil wir merken, dass wir etwas ausrichten können. Für die Bevölkerung ist es aber nur frustrierend», so Fischbacher.

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