Dietikon
Das Limmattaler Impfzentrum schliesst Ende August – impfen lassen kann man sich aber trotzdem

Der Kanton Zürich schliesst ab August mehrere Impfzentren. Dafür will er neu auf ein mobiles Impfangebot setzen.

David Egger
Merken
Drucken
Teilen
Seit Monaten wird im Impfzentrum in der Dietiker Stadthalle geimpft. Per Ende August ist damit Schluss.

Seit Monaten wird im Impfzentrum in der Dietiker Stadthalle geimpft. Per Ende August ist damit Schluss.

Sandra Ardizzone

Rund 900'000 respektive zwei Drittel aller über 16 Jahre alten Zürcherinnen und Zürcher sind bereits mindestens einmal geimpft. Rund 700'000 Personen respektive 52 Prozent aller über 16 Jahre alten Zürcherinnen und Zürcher sind bereits zweimal geimpft. Total wurden 1,6 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht. Weitere rund 150'000 Erst- und Zweitimpfungen sind noch geplant, wie die kantonale Gesundheitsdirektion gestern mitteilte.

Nachdem im Mai und im Juni teilweise 30'000 Impfungen pro Tag verabreicht wurden, sind es zurzeit nur 15'000. Diese Zahl wird voraussichtlich noch weiter sinken.

Da sich die Anzahl Impfungen pro Tag reduziert, plant die Gesundheitsdirektion nun, die Anzahl Impfzentren ebenso zu verringern.

Die Impfzentren Dietikon, Horgen, Messe Zürich und Triemli schliessen Ende August, die Impfzentren Affoltern und Bülach Ende September. Wer sich noch in Dietikon impfen lassen möchte, muss noch im Juli einen Ersttermin vereinbaren, damit die Zweitimpfung noch im August stattfinden kann.

Ab Mitte August kommen Impfmobile zum Einsatz

Für die Impfzentren Wetzikon und Meilen gibt es bereits heute keine Termine mehr – Wetzikon schliesst bereits am 6. August, Meilen am 13. August.

In Betrieb bleiben das Impfzentrum am Zürcher Hirschengraben, das Impfzentrum Winterthur und jenes in Uster. Voraussichtlich ab Mitte August werden zusätzlich zu Impfzentren und Apotheken auch flexibel einsetzbare Impfmobile Impfungen anbieten. Diese können durch Gemeinden und Unternehmen gebucht werden, um die Bevölkerung und Angestellte möglichst einfach vor Ort zu impfen.

Die Impfzentrumsschliessungen haben einzig und allein mit der abnehmenden Anzahl Impfungen pro Tag zu tun. Der Kanton empfiehlt nach wie vor, sich impfen zu lassen. Gerade «wegen der sehr ansteckenden Delta-Variante» des Coronavirus sei es «wichtig, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen, um sich und andere vor einer schweren Covid-Erkrankung zu schützen und die Verbreitung des Virus zu bremsen».

Impftermine sind nach wie vor über das kantonale Impftool buchbar, auch für 12- bis 15-Jährige. Letztere können sich am Kinderspital sowie in Uster und in Zürich impfen lassen.

Darüber hinaus teilte der Kanton mit, dass er sich darauf vorbereitet, ab Ende Jahr Auffrischimpfungen zu verimpfen. Ob dann tatsächlich Auffrischimpfungen nötig sein werden, ist noch offen – das muss der Bund zuerst noch entscheiden. Um Auffrischimpfungen anzubieten, plant der Kanton, die Impfzentren in Affoltern und Bülach wieder zu eröffnen. Andere Impfzentren, zum Beispiel jenes in Dietikon, sollen gemäss heutigem Planungsstand nicht reaktiviert werden.