Dietikon
Darauf haben viele im Limmatfeld gewartet: Die Migros im Quartier hat jetzt Kassen mit Self-Scanning

Zehn Jahre nach ihrer Eröffnung ist auch die Migros Limmatfeld im neusten Kassen-Zeitalter angelangt. Dank Self-Scanning können die Kunden nun den langen Warteschlangen ausweichen, die sich vor allem mittags und abends ergeben. Den Quartierverein freuts.

David Egger
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Einkaufen wie im 21. Jahrhundert: Das ist jetzt auch in der Migros im Dietiker Limmatfeld möglich.

Einkaufen wie im 21. Jahrhundert: Das ist jetzt auch in der Migros im Dietiker Limmatfeld möglich.

Symbolbild: Benjamin Manser

Pieps, pieps, hurra: Am Dienstag hat die Migros im Dietiker Limmatfeld Self-Scanning-Kassen in Betrieb genommen. Am Dienstagmittag liefen sie noch nicht; aber ein paar Stunden später. Zur Haupteinkaufszeit am Abend nutzten schon diverse Kunden die neuen Kassen. Die Nachfrage ist gross.

Pieps, pieps, Kärtlizahlung und zack, schon ist man wieder raus aus dem Einkaufstrubel. Die Self-Scanning-Kassen sind ein kleiner Schritt für den orangen Riesen, aber ein grosser Schritt für den Alltag der kleinen Kunden.

Der Quartierverein Limmatfeld nimmt die Neuigkeit wohlwollend zur Kenntnis. Präsident Peter Metzinger, der am Dienstagabend durch die «Limmattaler Zeitung» davon erfahren hat, sagte auf Anfrage: «Wir begrüssen alles, was das Leben der Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner einfacher macht.»

Hungrige, Ungeduldige und die immer gleiche Durchsage

In langen Warteschlangen standen sie bisher vor der Kasse. Vor allem mittags und abends. Hungrige Handwerker, Büro-Angestellte mit knurrenden Mägen, Senioren beim Wocheneinkauf, Familien mit grossem Appetit und so weiter: Tagein tagaus posten sie in der Migros im Dietiker Limmatfeld. Und so manche lassen beim Warten ihre Gedanken schweifen – und fragten sich bisher: Wieso hat die Migros in diesem modernen Quartier keine modernen Self-Scanning-Kassen? Immer wieder tauchte diese Frage auf, ehe das Brot, die Cola und das WC-Papier auf dem Kassenförderband landeten. Zirka um zwölf Uhr kam oft die Erlösung. «Kasse 2, bitte!», schallte es dann durch den Laden; die Kasse 2 ging auf und mit vereinten Kräften bauten die Migros-Mitarbeitenden Stück für Stück die lange Warteschlange ab.

Tempi passati. Wer will, scannt seinen Einkauf nun selber, und spart damit Zeit. Und wer das entschleunigte Einkaufen an der Kasse schätzt, kann das in aller Gemütlichkeit weiterhin tun. Win-win.

Den Self-Scanning-Kassen weichen musste die Kasse 3. Ihr muss wohl niemand eine Träne nachweinen. Denn dass alle drei Kassen gleichzeitig in Betrieb waren, war selten.

Migros und andere zeigen, dass Firmen im Limmatfeld überleben können

Dass die Migros ihre Maschinen fürs Self-Scanning genau diese Woche in Betrieb nahm, dürfte kein Zufall sein. Denn am Samstag feiert die Quartier-Migros im Limmatfeld ihr zehnjähriges Jubiläum. Ein Geburtstag, den so manches Unternehmen im Limmatfeld gar nicht erst erlebt, weil es schon vorher den Laden dicht macht. Darunter auch grössere Namen: So sagte der Kleiderladen Zebra Fashion dem Limmatfeld schon 2012 nach kurzer Zeit Adieu, und der K-Kiosk vom Valora-Konzern strich 2019 seine Segel. Die Migros, aber auch das Restaurant Asia Foodbar, das Take-away Nama, Domino's Pizza, Lidl und weitere Geschäfte haben hingegen Wege gefunden, um im Limmatfeld auf längere Sicht zu bestehen. Ein Erfolgsrezept lautet: Liebe geht durch den Magen. So bietet heute dort, wo früher der K-Kiosk stand, «Royal Donuts» seine deftigen Donuts dar.

Es kommt noch mehr Leben ins Limmatfeld

Und der nächste kulinarische Leuchtturm fürs Limmatfeld steht bereits in den Startlöchern. Ein Gastro-Team will – unterstützt von der Grossbank UBS – im Frühling 2022 am Rapidplatz ein grosses Pub namens «The Willow Yard Pub» eröffnen. Die Baubewilligung liegt allerdings noch nicht vor. Das geplante Pub befindet sich, von der Migros aus gesehen, genau am anderen Ende vom Rapidplatz.

Klassische Kasse wird weiterhin Kunden anlocken

Das Limmatfeld soll also noch lebendiger werden. Und zu diesem Leben gehört nach wie vor auch die Freundlichkeit, die die Migros-Angestellten im Quartier oft unter Beweis stellen. Das wird auch nach wie vor Kundinnen und Kunden an die normale Kasse locken, Self-Scanning-Kassen hin oder her.

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