Dietikon
CO2-Messungen bestätigen, dass die Luftqualität in Schulzimmern nie Grenzwerte überschritten hat

Das Lüftungsverhalten in Dietiker Schulzimmern funktioniert gut. Das haben CO2-Messungen in verschiedenen Schulhäusern ergeben, wie der Stadtrat in seiner Antwort auf eine kleine Anfrage von Silvan Fischbacher (SP) schreibt.

Florian Schmitz
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Seit Dezember hat die Stadt Dietikon mit Messgeräten die CO2-Konzentration in den städtischen Schulhäusern (im Bild das Schulhaus Luberzen) erhoben.

Seit Dezember hat die Stadt Dietikon mit Messgeräten die CO2-Konzentration in den städtischen Schulhäusern (im Bild das Schulhaus Luberzen) erhoben.

Archivbild: Chris Iseli

Innerhalb einzelner Lektionen schwankte die Luftqualität in Dietiker Schulzimmern, aber sie überschritt nie Grenzwerte. Deshalb passe das bisher an den städtischen Schulen praktizierte Lüftungsverhalten «perfekt». Dies schreibt der Stadtrat in seiner kürzlich erschienen Antwort auf eine kleine Anfrage von Gemeinderat Silvan Fischbacher (SP).

Im Dezember habe die Stadt CO2-Messgeräte angeschafft und in der Folge in verschiedenen Schulhäusern in diversen Räumen und auf jeder Stufe eingesetzt, heisst es weiter. An der Gemeinderatssitzung Anfang Dezember 2020 hatte Fischbacher in einer Fraktionserklärung den Kauf solcher Geräte angeregt. Damit wollte die SP/AL-Fraktion auch erreichen, dass die Schulen trotz zweiter Coronawelle den Präsenzunterricht fortsetzen könnten. Auf Anfrage sagt er nun:

«Das Wichtigste ist zunächst, dass die Stadt auf unsere Fraktionserklärung reagiert und Messgeräte angeschafft hat.»

In seinem Vorstoss fragte Fischbacher den Stadtrat nach der Auswertung der Messungen und welche Schlüsse daraus gezogen würden. Die Tests haben gezeigt, dass die Vorgaben betreffend Stosslüften gut umgesetzt werden, schreibt der Stadtrat. Generell helfe regelmässiges Stosslüften vor der ersten Lektion und in den Pausen der Blockzeiten, vor und nach der Mittagspause sowie in den Pausen am Nachmittag, um den CO2-Gehalt drastisch zu senken und eine genügende bis sehr gute Luftqualität zu erreichen. Auch die neue Pausenregelung ab dem kommenden Schuljahr trage dazu bei, in einem klaren Rhythmus kräftig zu lüften.

Bei Neubauten stärker auf Lüftungssysteme und Messgeräte achten

Gemeinderat Fischbacher freut sich über die positiven Messresultate. «Gute Luft erhöht die Sicherheit und die Konzentration der Schülerinnen und Schüler», sagt er und ergänzt: «Offene Schulen sind für die Chancengleichheit sehr wichtig.» Die Stadt sieht die Messergebnisse als Bestätigung und will deshalb vom Kauf weiterer Geräte absehen.

Künftig will sie der Luftqualität aber weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit schenken: «Mittel- bis längerfristige Lösungen sind wünschenswert und sicherlich auch umsetzbar», schreibt der Stadtrat. So soll bei Neubauten jeweils auf das richtige Lüftungssystem geachtet werden. Und bereits vorinstallierte Messgeräte in neuen Überbauungen, wie sie etwa im Kindergarten Steinmürli vorhanden sind, sollen das Thema sichtbar machen. Das grosse Aufrüsten steht aber nicht an: Bestehende Bauten mit speziellen Lüftungssystemen nachzurüsten, sei mit zusätzlichen Kosten verbunden, platzintensiv und setze häufig bauliche Massnahmen voraus.