Dietikon
Von Klassisch bis Folk: Chor begeisterte mit einer bunten Liederauswahl

Am Samstagabend sang Lincanto in der reformierten Kirche Dietikon. Die Corona-Singpause ist Geschichte.

Christian Murer
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Der 35-köpfige reformierte Kirchenchor Lincanto wurde von André Lichtler dirigiert.
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Der Chor sang zu Beginn das Magnificat in D-Dur von Johann Pachelbel.
Der serbische Akkordeonist und Musikpädagoge Aleksandar Aleksandrović begleitete den Chor und interpretierte einige Stücke.
Keine Masken – dafür mussten die Konzertbesucherinnen und -besucher ein Covid-Zertifikat vorweisen, um am Konzert teilzunehmen.

Der 35-köpfige reformierte Kirchenchor Lincanto wurde von André Lichtler dirigiert.

Christian Murer

Das Konzert am Samstagabend in der reformierten Kirche Dietikon bot eine vielfältige Liederauswahl. Unter der Leitung von Kirchenmusiker André Lichtler sang der Lincanto-Chor etwa das Magnificat in D-Dur von Johann Pachelbel, ein Schweizer Potpourri sowie einen kenianischen Folksong.

Der serbische Akkordeonist Aleksandar Aleksandrovic begleitete den Chor und interpretierte die französische Suite Nr. 5 in G-Dur von Johann Sebastian Bach sowie den dritten Satz «Don Rhapsody» von Viatcheslav Semionov. «Dass wir trotz 3G in einer so gut gefüllten Kirche singen konnten, hat mich begeistert», sagte Kirchenchor-Präsidentin Doris Müller nach dem Konzert.

Obwohl das vielfältige Konzertprogramm etwas gewagt gewesen sei, habe sie noch nie so viele begeisterte Rückmeldungen von Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher erhalten. Auch die Sängerinnen und Sänger freuten sich über den Anlass. «Endlich konnten wir nach einem 15-monatigen Singverbot, ohne Masken, in voller Besetzung und vor grossem Publikum wieder singen», sagte Müller.

Chor hat bereits eine 131-jährige Tradition

Seit dem vergangenen Jahr heisst der reformierte Kirchenchor Dietikon Lincanto. Der Name «Lincanto» sei eine Verschmelzung der Wörter «Limmat», dem gallischen Wort «lindu» für Gewässer, «canto» für ich singe und «incanto» für zauberhaft. «Mit diesem Namen unterstreicht der Chor den musikalisch neu eingeschlagenen Weg», sagte Müller.

Der Chor habe bereits eine 131-jährige Tradition. «In dieser Zeit hat sich sehr vieles verändert», sagte Müller. Die Chorgemeinschaft bestehe aus singfreudigen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Sänger proben meist wöchentlich. «Die Stimmbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Chorarbeit und dient einer möglichst hohen Klangqualität», sagte Müller. Die Liedwahl richte sich dabei danach, was den Beteiligten Freude mache.

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