Dietikon
Bahnausbau in Dietikon: Nun will sich der Kanton Aargau mit 12 Millionen beteiligen

Ab 2022 soll die Bremgarten-Dietikon-Bahn durch einen Doppelspurausbau im Bahnhof Dietikon pünktlicher und sicherer werden. Bisher fahren Züge teilweise auf der Gegenfahrbahn. Nun will der Aargau 12 Millionen Franken übernehmen.

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Geplant ist ein Doppelspurausbau im Bahnhof Dietikon. (Archivbild)

Geplant ist ein Doppelspurausbau im Bahnhof Dietikon. (Archivbild)

Zvg

Die Aargauer Kantonsregierung beantragt dem Parlament einen Verpflichtungskredit von rund 12 Millionen Franken: Sie will sich damit am Ausbau der Bremgarten-Dietikon-Bahn auf zürcherischem Gebiet beteiligen.

Der geplante Doppelspurausbau sei wichtig, um die Pünktlichkeit und die Anschluss-Sicherheit im Bahnhof Dietikon zu verbessern, teilte die Aargauer Regierung am Freitag mit. Auch gewähre der Doppelspurausbau mehr Sicherheit für Bahn- und Autoverkehr - heute verkehren die Züge von Aargau Verkehr auf der Bremgartnerstrasse in Dietikon teilweise auf der Gegenfahrbahn.

Zudem würden mit dem Ausbau der als S17 verkehrenden Bahn auch das ländliche Zentrum Bremgarten und der urbane Entwicklungsraum Mutschellen besser mit dem öffentlichen Verkehr an Zürich angebunden, hält die Aargauer Regierung weiter fest.

Gesamtkosten von 45 Millionen Franken

Das Ausbauvorhaben betrifft einen 1,6 Kilometer langen Streckenabschnitt, der ausschliesslich auf zürcherischem Gebiet liegt. Gemäss interkantonalem Verteilschlüssel gehen alle Investitionen in die Bahnstrecke Wohlen-Bremgarten-Dietikon zu 80 Prozent zu Lasten des Aargaus, zu 20 Prozent zu Lasten Zürichs.

Über den Kredit von rund 12 Millionen Franken wird das Aargauer Parlament noch beschliessen müssen. Die Strecke soll in den Jahren 2022 und 2023 ausgebaut werden. Zum Projekt gehört neben dem Doppelspurausbau auch die Umgestaltung der Kantonsstrasse in Dietikon. Die Gesamtkosten werden auf rund 45 Millionen Franken geschätzt.

Der Strassenanteil beträgt rund 16 Millionen Franken, die der Kanton Zürich trägt. Der Bahnanteil beläuft sich auf rund 29 Millionen Franken. Aus dem Bahninfrastrukturfonds wird ein Beitrag von 15 Millionen erwartet. Den Rest übernehmen die Kantone Aargau und Zürich zu vier und einem Fünftel. (sda)

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