Dietikon
Ausmisten, Füttern, Dressieren: Im Chrüzacher erhalten Kinder einen Einblick in den Tierpflegerberuf

Während einer Woche helfen zehn Kinder im Dietiker Chrüzacher bei der Tierpflege und -dressur mit. Viele von ihnen wollen später beruflich mit Tieren arbeiten. Die Tierpflegewoche gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Sven Hoti
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Der Dietiker Chrüzacher lud Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren ein, hinter die Kulissen des Berufs Tierpflegerin zu blicken.
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Am Dienstag lernten die zehn Kinder, wie man Tieren gewisse Verhaltensweisen beibringen kann. Ihr erstes Übungsobjekt: die zweijährige Chrüzacher-Hündin Ellie.
Mit einem sogenannten Clicker lernen die Tiere, eine Verbindung zwischen ihrer Aufgabe und der Belohnung – dem Leckerchen – zu schaffen.
Mit den Ziegen, im Bild Ziege Talpa, konnten die Kinder dann das bereits Erlernte umsetzen.
Der zehnjährige Robin aus Volketswil will Tierpfleger werden. Mit Ziege Lulu konnte er bereits erste Erfahrungen sammeln.
Ziege Brownie hat das Leckerchen fest im Blick.
Gibt der Ziege Charly Kommandos durch: Der zwölfjährige Thomas aus Oerlikon macht bei der Tierpflegewoche mit, weil er gerne Tiere hat.
Unter der Aufsicht der Leiterin des Ferienangebots im Chrüzacher, Mirjam Spring, lernen die Kinder den richtigen Umgang mit den Tieren.
Die zehnjährige Eva aus Dietikon und die 13-jährige Sarah aus Zürich finden Gefallen an der Tierpflegewoche. Beide können sich vorstellen, später einmal beruflich etwas mit Tieren zu machen.

Der Dietiker Chrüzacher lud Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren ein, hinter die Kulissen des Berufs Tierpflegerin zu blicken.

Sandra Ardizzone

Egal ob Ausmisten, Füttern oder Trainieren: Eine artgerechte Tierhaltung ist mit viel Arbeit verbunden. Im Dietiker Chrüzacher erhalten diese Woche zehn Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Tierpflegerberufs zu schauen. Dafür stehen von Dienstag bis Freitag jeweils zwischen 9 und 16 Uhr verschiedene Aufgaben und Übungen auf dem Programm.

So waren am Dienstagmorgen verschiedenste Arbeiten im Stall angesagt, etwa das Ausmisten oder die Fütterung der Vögel und Enten. Am Nachmittag lernten die Kinder, wie sie Tieren gewisse Verhaltensweisen beibringen können. Dazu brauchten sie Leckerchen zur Belohnung, eine Fliegenklatsche, um den Tieren die Richtung vorzugeben, und einen sogenannten Clicker. Macht ein Tier, was ihm gesagt wird, wird auf den Clicker gedrückt, der daraufhin ein Klick-Geräusch macht. Danach erhalten die Tiere ihr Leckerchen. So sollen die Tiere eine Verbindung zwischen ihrer Aufgabe und der Belohnung herstellen.

Unterstützt werden die Kinder während der Tierpflegewoche von Mirjam Spring, Leiterin des Ferienangebots im Chrüzacher. Sie leitet die Kinder an, während diese in Zweiergruppen Hündin Ally durch einen Parcours führen, den die übrigen Kinder mit ihren Armen und Beinen bilden. Später zeigt sie den Kindern bei einem anderen Parcours, wie die Methode mit dem Clicker auch bei den Ziegen Talpa, Brownie, Charly und Lulu funktioniert. «Es braucht ganz klare Kommandos, sonst weiss sie nicht, was sie machen soll», ruft sie einer Zweiergruppe zu, die gerade verzweifelt versucht, Ziege Brownie auf einen Sockel zu bewegen.

«Nicht nur wir lernen, sondern auch die Tiere – und zwar so gut oder schlecht, wie ihr es ihnen beibringt.»

In den nächsten Tagen stehen weitere tierische Abenteuer für die Kinder an: etwa Pferdereiten und ein Besuch im Tierheim Pfötli. Am Freitag dürfen die Kinder bei einer Aufführung vor den Bewohnern des Altersheims Ruggacker in Dietikon schliesslich zeigen, was sie in dieser Woche gelernt haben.

Bei den Kindern kommt das Angebot gut an. «Die Woche gefällt mir bisher sehr gut, weil sie viel mit Tieren zu tun hat», sind sich die zehnjährige Eva aus Dietikon und die 13-jährige Sarah aus Zürich einig. Beide können sich vorstellen, später einmal beruflich etwas mit Tieren zu machen. Gefallen an den Tieren findet auch der zwölfjährige Thomas aus Oerlikon. Die Tiere seien dann auch der Grund gewesen, wieso er hier mitmachen wollte. Der zehnjährige Robin aus Volketswil wiederum weiss schon jetzt, dass er später Tierpfleger werden möchte. Gute Voraussetzungen bringt er auf jeden Fall schon mal mit. Am besten habe ihm nämlich das Ausmisten der Ställe gefallen, sagt er.

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