Dietikon
Auf dem Rapidplatz klappt es nicht – Stadtrat verspricht Street-Work-out bei der Stadthalle

Auf der Allmend bei der Stadthalle soll bis 2022 eine zweite Street-Work-out-Anlage entstehen. Für weitere Standorte braucht der Dietiker Stadtrat mehr Zeit zum Abklären.

LiZ
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Hier sind viele Muskeln gefragt: 2018 hat die Stadt Dietikon die Street-Work-out-Anlage im Stadtpark Kirchhalde eingeweiht.

Hier sind viele Muskeln gefragt: 2018 hat die Stadt Dietikon die Street-Work-out-Anlage im Stadtpark Kirchhalde eingeweiht.

Liana Soliman

Die Dietiker sollen sich mehr an der frischen Luft bewegen. Dies will Gemeinderat Philipp Sánchez (SP) ermöglichen. In einem Postulat hatte er den Stadtrat ersucht, die Errichtung weiterer Street-Work-out-Anlagen zu prüfen. «Vor allem jetzt mit Corona suchen die Leute Alternativen zu den Fitnessstudios», sagt Sánchez. Er bezieht sich auf die «Street Workout Power Station», die 2018 im Stadtpark Kirchhalde errichtet wurde. Diese Anlage werde rege benutzt und habe gemessen am Nutzen wenig gekostet, nämlich 57'000 Franken.

In ihrer Stadtentwicklungsstrategie hat sich die Stadt Dietikon vorgenommen, Plätze und Grünanlagen attraktiver zu machen, damit sie besser genutzt werden. Im Budget 2020 standen für die Gestaltung von Freiräumen immerhin 500'000 Franken zur Verfügung. Sánchez erinnert daran, dass die Stadt 2018 versprochen hatte, weitere Fitnessgeräte auf dem Rapidplatz aufzustellen. Er will zudem das Angebot ergänzen, damit auch andere Quartiere davon profitieren können. Mitunterzeichnet hatten das Postulat SVP, CVP, Grüne und AL.

Der Stadtrat geht nun in seiner aktuellen Antwort auf Sánchez’ Forderung ein. Er stellt eine weitere Outdoor-Anlage auf der Allmend bei der Stadthalle in Aussicht. Diese könne bis Frühling 2022 beim Ausstellungsgelände der «(G)artenvielfalt» erstellt werden.

Ein denkbarer Standort ist die Grunschen

Ein bis zwei weitere Anlagen würden zudem auch in Erwägung gezogen. Denkbare Standorte sind laut Stadtregierung die Grunschen und der Rollschuhplatz in der Luberzen. Allerdings seien hier vertiefte Abklärungen nötig, was eine zeitnahe Umsetzung verunmögliche. Eine Anlage kostet rund 50'000 bis 60'000 Franken. Der Stadtrat bestätigt den Nutzen von Outdoor-Fitnessgeräten, weist aber auf die Unterhaltskosten hin.

Für Sánchez ist das kein Argument, der Aufwand für die Abfallbeseitigung sei relativ klein. Er begrüsst die Initiative des Stadtrats, auch wenn er den Rollschuhplatz als Standort etwas zu schattig findet. «Eine Anlage in einem Wohnquartier wäre schön, aber ich verstehe, dass die Landreserven knapp sind.»

Pumptracks sind en vogue: Eine mobile Anlage, wie sie zum Beispiel hier im Bild beim Altenburgschulhaus in Wettingen zu sehen ist, soll auch beim Dietiker Rapidplatz aufgestellt werden. Die angedachte Street-Work-out-Anlage auf dem Rapidplatz wird hingegen nicht realisiert.

Pumptracks sind en vogue: Eine mobile Anlage, wie sie zum Beispiel hier im Bild beim Altenburgschulhaus in Wettingen zu sehen ist, soll auch beim Dietiker Rapidplatz aufgestellt werden. Die angedachte Street-Work-out-Anlage auf dem Rapidplatz wird hingegen nicht realisiert.

Rahel Bühler

Sánchez bedauert, dass der Stadtrat eine Realisierung auf dem Rapidplatz als bautechnisch nicht umsetzbar beurteilt, weil keine Verankerungen angebracht werden können. Allerdings soll hier ein modularer Pumptrack und somit ein weiteres sportliches Angebot entstehen, wie der Stadtrat festhält.

Auch der damalige Dietiker Stadtpräsident Otto Müller (FDP) zeigte 2018 bei der Einweihung der Street-Work-out-Anlage in der Kirchhalde, wie fit er ist.

Auch der damalige Dietiker Stadtpräsident Otto Müller (FDP) zeigte 2018 bei der Einweihung der Street-Work-out-Anlage in der Kirchhalde, wie fit er ist.

Liana Soliman