Mit dem neuen Bachelor Tobias Rentsch hat Sarah Nikles bereits als Teenager Bekanntschaft gemacht. Als dieser bei der Mister-Schweiz-Wahl 2001 antrat – und gewann – sass sie schmachtend zu Hause vor dem Fernseher und dachte: Einen solchen Mann muss ich haben. Der Dreh der «3+»-Show «Der Bachelor» in Thailand gab ihr nun die Gelegenheit, dem Schönling Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen.

«Es hat sich seltsam angefühlt, ihn wiederzusehen», erzählt Nikles. Während ihr hingegen damals die zehn Jahre Altersunterschied viel zu viel gewesen wären, sei sie heute sogar interessiert an älteren Männern. Auch optisch gefalle ihr der grossgewachsene, sportliche und braunhaarige Ex-Mister-Schweiz noch immer sehr gut. Ob das reicht, um sich in ihn zu verlieben, werden wir erst vor dem Bildschirm erfahren; am 19. Oktober geht die neue Staffel auf Sendung.

Die 28-Jährige ist die einzige Limmattalerin im Kandidatinnenfeld. Vor drei Jahren ist sie aus beruflichen Gründen nach Dietikon gezogen und wohnt auch heute noch hier. Auf der Internetseite der Show wird sie als ein «süsses, ehrliches Girl von nebenan» beschrieben. «Als süss werde ich tatsächlich immer wieder bezeichnet», kommentiert Nikles die Beschreibung, «und als ehrlich würde ich mich auf jeden Fall auch beschreiben.» Jedenfalls habe sie sich für die Show nie verstellt, im Fernsehen verhalte sie sich nicht anders als sonst.

Abseits der Schlagzeilen

Im Gegensatz zu anderen Frauen in der Show sei sie ein eher ruhiger Charakter, so Nikles, die auch im Gespräch bodenständig und unkompliziert wirkt. Eine Rolle wie diejenige von Draufgängerin Nicole etwa, die bereits vor dem Start der Show Schlagzeilen macht, wäre nichts für sie. «Ich habe das Gefühl, dass die Kandidatinnen dieses Jahr so ausgewählt wurden, dass sie besonders unterschiedlich sind», meint Nikles. Konflikte unter ihnen seien so programmiert. Nikles hält sich da lieber raus. Auch ihr Verhältnis gegenüber den Produzenten der Show ging sie sachte an: «Ich mache auf keinen Fall alles mit – für einen Tabledance bin ich nicht zu haben», sagt sie bestimmt.

Zur Anmeldung bei «Der Bachelor» habe sich Nikles an einem Abend spontan entschlossen. Dies war noch ganz am Anfang des Anmeldeverfahrens und «3+» zeigte sofort Interesse. «Wieso ich mich angemeldet habe, weiss ich auch nicht mehr genau, ich habe die bisherigen Staffeln nicht einmal regelmässig verfolgt.»

Nach Rücksprache mit ihrer Familie kamen ihr dann jedoch Zweifel. «Meine Brüder haben mich vor den Konsequenzen der Show gewarnt», erzählt sie. Vor der Kamera zu stehen, öffentlich bekannt zu sein – eigentlich sei das alles gar nicht so ihr Ding, führt die Limmattalerin aus. «Dann hat ‹3+› mich jedoch intensiv umworben und ich habe mich überzeugen lassen.» Als letzte sämtlicher Kandidatinnen entschied sie sich nur gerade zwei Tage vor dem Abflug nach Thailand für die Teilnahme.

Obwohl ihr Rentsch gefällt, sei er nicht ihr wichtigster Grund für die Teilnahme gewesen. «Ich wollte vor allem eine neue Erfahrung machen, die meinen Alltag unterbricht», erzählt Nikles. Und eine neue Erfahrung habe sie bei den Dreharbeiten auf jeden Fall gemacht. «Am Anfang war ich vor der Kamera total nervös», erzählt sie. Sie habe sich dann aber schnell daran gewöhnt und schon bald nicht einmal mehr gemerkt, dass sie gefilmt wird.

Lieber unsichtbar

Dennoch fühlt sich die Detailhandelsfachfrau noch immer nicht völlig zu Hause in der Öffentlichkeit und hat sich schon einmal darauf vorbereitet, dass sie nach dem 16. Oktober vielleicht bald erkannt wird auf der Strasse: «Damit das nicht passiert, habe ich mir vor kurzem die Haare verlängern und braun färben lassen.»

Obwohl sie es nicht darauf abgesehen habe, sei sie aber nicht abgeneigt, wenn sich aus ihrer neuen Bekanntheit «eine tolle Möglichkeit» ergeben sollte. «Einen Job als Tele-Züri-Moderatorin würde ich sofort annehmen», sagt sie und lacht.