Dietikon
Dietiker Theatergruppe erhält 3000 Franken für ihr Projekt

Die Theatergruppe The Next Generation hat die Jury des Jugendprojekt-Wettbewerbs der Stiftung Jugendförderung Dietikon überzeugt: Für ihr selbst geschriebenes Stück «Temptation» durfte die Gruppe gestern einen Check über 3000 Franken entgegennehmen.

Katja Landolt
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Wesllen Gschwind (Mitte) von der Theatergruppe «The Next Generation» mit dem Check, daneben Stiftungsrätin Renate Bruggmann und Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon. Katja Landolt

Wesllen Gschwind (Mitte) von der Theatergruppe «The Next Generation» mit dem Check, daneben Stiftungsrätin Renate Bruggmann und Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon. Katja Landolt

Limmattaler Zeitung

«Temptation» – Verführung. Ein Thema, das alle betrifft und bewegt. Und der Titel des neuen Stücks der Theatergruppe «The Next Generation», das die Jury des Jugendprojekt-Wettbewerbs überzeugt hat. «The Next Generation», kurz T.N.G., bekommt deshalb für die Umsetzung ihres Projekts 3000 Franken.

«Dietikon hat ein breites Angebot für Jugendliche. Trotzdem ist es immer wieder gut, dass man von den Jugendlichen direkt hört, was für sie wichtig ist», sagte Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon, an der gestrigen Preisübergabe im Stadthaus.

Die Stiftung Jugendförderung, getragen von der Stadt sowie der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde, wolle für die Jugendlichen den optimalen Boden schaffen, damit grössere Projekte umgesetzt werden können, so Strässle.

Soll ich die Schule schwänzen?

«Dieses Jahr können wir ein sehr gutes Projekt unterstützen», so Strässle weiter. Dem pflichtete auch Stiftungsrätin Renate Bruggmann zu: «Wir glauben, dass das Thema ‹Verführung› ein Thema ist, das bei den Jungen ankommt. Szenen, wie sie im Stück vorkommen, spielen sich in vielen Haushalten ab.» Ausserdem sei es immer besser, wenn Jugendliche so ein Thema aufgreifen und an Jugendliche vermitteln würden, als Fachstellen oder Eltern, so Strässle.

Doch worum geht es überhaupt im Stück «Temptation»? «Verführung ist ein grosses Thema für Jugendliche, das in verschiedenen Formen auftritt», sagt Wesllen Gschwind, Initiant und Vertreter der zehnköpfigen Theatergruppe. Das selbst geschriebene Stück drehe sich um Fragen wie: Soll ich rauchen? Drogen nehmen? Oder die Schule schwänzen? «Am Anfang des Stücks lassen sich alle verführen, bis die ganze Situation schliesslich eskaliert», sagt Gschwind. Mehr will er aber noch nicht verraten.

Das zugesprochene Geld will die Theatergruppe jetzt in Kulissen, Kostüme und Flyer investieren. Das Stück soll dann im November im katholischen Kirchgemeindehaus aufgeführt werden.

Resonanz relativ verhalten

Beim Jugendprojekt-Wettbewerb werden jeweils Projekte und Aktionen aus allen Sparten gesucht, beispielsweise Kultur, Freizeit, Sport, Umwelt und Soziales. Teilnahmeberechtigt sind alle Dietiker zwischen 13 und 25 Jahren. Den Projektthemen sind jeweils keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: Das Projekt muss von Jugendlichen für Jugendliche sein.

Wie bereits im letzten Jahr, als der Wettbewerb zum ersten Mal durchgeführt worden war, war die Resonanz relativ verhalten. «Wir hatten zwar einige Anfragen von Jugendlichen», sagt Strässle. Die Eingaben seien aber «nicht so wahnsinnig» gewesen. Strässle lässt aber den Kopf nicht hängen, er ist vom Wettbewerb überzeugt. «Wenn man etwas regelmässig macht, wird es auch bekannt.»