Dietikon

Dietiker Schulvorstand: «Die Schulraumplanung hat nicht geschlafen»

Der Dietiker Schulvorstand sagt, die Situation sei nicht überraschend.

Jean-Pierre Balbiani

Der Dietiker Schulvorstand sagt, die Situation sei nicht überraschend.

Da keine der umliegenden Kindergärten freien Platz haben, wird für Kinder aus dem Altbergquartier ein zusätzlicher Raum gemietet. In zwei Jahren sollten dann Doppelkindergärten im Limmatfeld und im Schächli Abhilfe schaffen.

Aussergewöhnlich viele Dietiker Kinder aus dem Altbergquartier im Dreieck zwischen Überlandstrasse, Bahnlinie und Limmat werden diesen Sommer in den 1. Kindergarten eingeschult. Da der Kindergarten im Quartier nicht alle aufnehmen kann, müssten mindestens elf Kinder theoretisch dem Zentral zugeteilt werden.

Dies ist jedoch aus zwei Gründen nicht möglich, wie Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani sagt: Einerseits sei der Schulweg durch die Bahnhofunterführung und über den Busbahnhof ist für 4-jährige Kinder nicht zumutbar. Und: «Es gibt in der näheren Umgebung zurzeit auch keine freien Plätze.» Das heisst konkret: Würde man die Kinder in den beiden Kindergärten im Zentral einschulen, müssten dafür andere in umliegende Kindergärten ausweichen. «Damit würden wir nur eine Wellenbewegung auslösen. Das wollten wir aber nicht», sagt Balbiani.

«Nicht überraschend»

Doch glücklicherweise habe man nun eine ideale Übergangslösung finden können, erklärt der Schulvorstand: In der Liegenschaft, in der sich der Altberg-Kindergarten befindet, kann für 15000 Franken pro Jahr ein zusätzlicher, 70 Quadratmeter grosser Raum gemietet werden. Der befristete Vertrag soll für zwei Jahre abgeschlossen werden, während das Mobiliar von den Sprachheilkindergärten Bambi und Staffelacker übernommen werden kann. Der Stadtrat hat der Miete des Zusatzraumes bereits «im Grundsatz» zugestimmt, wobei der Mietvertrag noch genehmigt werden muss.

Bedeutet die Platzknappheit in den Kindergärten im nördlichen Teil von Dietikon nun zusätzlichen Druck auf die Schulraumplanung? Schulvorstand Balbiani winkt ab: «Die Situation ist nicht überraschend. Es kommt immer wieder einmal vor, dass es in einem bestimmten Gebiet eine Konzentration von Kindern gibt.» Und: «Die Schulraumplanung hat nicht geschlafen.»

In zwei Jahren gibt es mehr Platz

Der geplante Doppelkindergarten im Zypressenhof im Limmatfeld könne in Zukunft einen Teil der Kinder aus dem Altbergquartier aufnehmen, so Balbiani. Man gehe hier von einem Zeithorizont von zwei Jahren bis zur Eröffnung aus. Dasselbe gilt für den Doppelkindergarten Schächli, der im Rahmen der kompletten Erneuerung des Altbergquartiers erstellt wird.

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