Unihockey
Dietiker Schüler trainieren mit dem Weltmeister

Der schwedische Star Kim Nilsson zeigt Dietiker Schülern seine Tricks mit dem Unihockey-Schläger. Zur ihrer Freude erhielten die Schüler und Schülerinnen zum Schluss noch eine Einladung, den Profi beim Kampf um die Schweizer Meisterschaft zu unterstützen.

Florian Schmitz
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Unihockey-Star Kim Nilsson zu Gast im Dietiker Schulhaus Zentral
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Den Profi im Tor zu überwinden, erweist sich als schwere Aufgabe.
Fussball ist auch in der Sporthalle vom Schulhaus Zentral der König.
Gute Parade: Die Torhüterin legt sich mächtig ins Zeug.
Los gehts: In der Mitte des Spielfelds gehts beim Bully darum, welches Team als erstes den Ball erobert.
Volle Konzentration: Die Torhüterin hat das Spielfeld genau im Blick.
Jetzt wird's brenzlig: Nilsson wird gleich von mehreren Verteidigern bedrängt.
Die pausierenden Spieler beobachten ihre Kollegen beim Spiel.
Unruhe vor dem Tor, doch der Ball landet nicht im Netz.
Autogrammstunde nach dem Spiel.
Beim Gruppenfoto verschwindet der Star im Hintergrund.
Eine persönliche Erinnerung an die Begegnung mit dem Unihockey-Weltstar.
Zum Abschluss klatscht Nilsson mit allen Nachwuchssportlern ab.

Unihockey-Star Kim Nilsson zu Gast im Dietiker Schulhaus Zentral

Florian Schmitz

«Ich seh ihn! Ich seh ihn!», ruft eines der Mädchen, die ihre Gesichter an die Fensterscheibe pressen und in die Turnhalle hineinspähen. Sie halten Ausschau nach Kim Nilsson, der an diesem Freitagnachmittag im Dietiker Schulhaus Zentral zu Besuch ist. Der grossgewachsene, blonde Schwede ist zweifacher Weltmeister und gilt unter vielen Experten als der beste Unihockey-Spieler der Welt. Dass er in Dietikon eine fünfte Klasse in seine Sportart einführte, ist dem persönlichen Kontakt eines Schulpflegers zu Nilssons Arbeitgeber GC Unihockey zu verdanken, wie Schulleiter Martin Villing erklärt.

Im Vorfeld der speziellen Turnstunde besuchte Lehrerin Susanne Schütz gemeinsam mit ihrer Klasse ein Spiel von GC. «Am Match waren die Kinder sehr euphorisch und liessen sich begeistern, obwohl sie eigentlich wenig Bezug zu Unihockey haben», freut sich Schütz.

Auch in der Turnhalle war der Enthusiasmus gestern deutlich zu spüren und zu hören. Als Nilsson den Plastikball mit Leichtigkeit auf seinem Schläger balanciert und jongliert, geht ein Raunen durch den Raum. Nach einigen Schuss- und Passübungen wird endlich gespielt. Obwohl der Profi selbst mitmacht, klappt das Toreschiessen auch ohne seine Hilfe erstaunlich gut. Zwischendurch setzt Nilsson immer wieder zur Freude von Mitspielern und Gegnern zu kleinen Kunststücken an.

«Es war super. Er hat uns coole Tricks gezeigt», sagt Eleonora (11) über den bekannten Gast. Skender (11), Durmis (11) und Diana (12) pflichten ihr bei. Sie freuen sich besonders, dass der Stargast auch selbst mitgemischt hat, während Flandra (11) es schätzte, das Passen und Schiessen vom Profi zu lernen. Dion (11) bedauert bereits jetzt, dass Nilsson nächstes Jahr wieder zu seinem Stammverein nach Schweden zurückkehrt.

Zum Abschluss gibt es neben Autogrammkarten für alle auch eine überraschende Einladung zum nächsten Playoff-Halbfinalspiel von GC, die bei den Schülern besonders für Begeisterung sorgt. Fast alle wollen ihr neues Unihockey-Idol am Wochenende live erleben. Nicht nur die Kinder ziehen ein positives Fazit: «Solche Abwechslungen sind immer schön. Für den kleinen Mehraufwand lohnt sich das sehr», sagt Schütz. Auch Villing freut sich über den «tollen Farbtupfer in der Alltagsroutine». Und nicht zuletzt profitiert auch die Sportart selbst von solchen Aktionen. Bei der Begrüssung herrschte totale Stille, als Nilsson fragte, wer Unihockey spielt. Die Mehrheit outete sich als Fussballer. Doch an diesem Nachmittag hat Unihockey wohl einige neue Anhänger dazu gewonnen.