Dietikon
Dietiker Musiklehrer will mit Ukulelenchor durchstarten

Der pensionierte Dietiker Musiklehrer Bruno Müller will einen Ukulelenchor gründen. Noten hat Müller schon, auch selbst komponierte Stücke. Nur die Mitglieder für die Musiktruppe fehlen ihm noch.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen
Bruno Müller mit einigen seiner Ukulelen – er hat fast ein Dutzend.

Bruno Müller mit einigen seiner Ukulelen – er hat fast ein Dutzend.

Dominic Kobelt

Fast ein Dutzend Instrumente sind in Bruno Müllers Wohnung zu finden. Sie sind aus verschiedenen Hölzern und unterschiedlich gross, sehen alle aus wie zu klein geratene Gitarren. «Deshalb werden Ukulelen auch oft etwas belächelt», sagt der Dietiker. Zu Unrecht, ist er überzeugt. Er plant, einen Ukulelenchor zu gründen und ist bereits perfekt ausgerüstet. Noten hat Müller schon, auch selbst komponierte Stücke. Nur die Mitglieder fehlen noch: «Eine Person hat mir schon zugesagt, aber wir müssten etwa vier bis sechs Leute sein, um in der Gruppe musizieren zu können», sagt der vor kurzem pensionierte Musiklehrer.

Kinder wollten Ukulele spielen

Die Freude am Instrument hat Müller aus seinem Beruf mitgenommen. Als Musiklehrer unterrichtete er auch Blockflöte und begleitete seine Schüler jeweils auf der Ukulele. «Die Kinder wollten dann auch Ukulele spielen, deshalb habe ich begonnen, eine Kindergruppe zu unterrichten», sagt Müller. So habe er viel Freude an diesem Instrument entwickelt. «Es ist einfach zu spielen, man kann dazu noch singen und es quietscht nicht so wie eine Blockflöte», sagt er und lacht. Wenn man allerdings ein Instrument sehr gut beherrschen wolle, sei das immer anspruchsvoll, räumt er ein.

Trotzdem: «Auf den vier Saiten der Ukulele kann man ziemlich schnell Fortschritte erzielen», sagt Müller. Er ist überzeugt, dass viel mehr Menschen das Instrument spielen würden, wenn sie es nur besser kennen würden. «Viele trauen es sich nicht zu – dabei muss man nur ein bisschen üben. Und das kann man auch gut abends im Wohnzimmer, ohne den Nachbarn zu stören.» Der Klang der Ukulele hat nicht dasselbe Volumen wie der einer Gitarre, ist aber feiner und weicher. Auch preislich bietet die Ukulele Vorteile gegenüber andern Instrumenten. «Für 150 Franken gibt es schon eine gute Ukulele», so Müller.

Müller hat bereits Anfragen erhalten, obwohl er noch gar keinen Chor hat. «Einmal hat das Telefon geklingelt und ich wurde gefragt, ob ich bei einem italienischen Ukulele-Festival auftreten möchte», sagt Müller. Er musste absagen: «Hätte ich als Solist auftreten wollen, hätte ich noch grausam üben müssen», sagt er und schmunzelt. Auch eine Anfrage von einer Frau, die ihrem Vater mit einem Auftritt ein Geburtstagsgeschenk machen wollte, musste Müller ablehnen. «Ich denke, die Leute hören gerne diese Musik, aber es gibt halt nur wenige solche Formationen in der Schweiz – in Deutschland dagegen gibt es einen Ukulelenklub», sagt er. Das habe ihn ebenfalls animiert, etwas auf die Beine zu stellen.

Breites Repertoire

Das Instrument gibt es in verschiedenen Stimmlagen, von Sopran bis Bass. Müller hat sogar eine elektrische Ukulele, die man an einen Verstärker anschliessen kann. Auch das Noten-Repertoire ist breit gefächert. «Man kann schnell einfache Schweizer Volkslieder spielen. Auch österreichische Zittern-Musik eignet sich gut – es gehen aber auch Boogie, Rock and Roll, Blues und fast alle Evergreens», so Müller. Nur klassische Musik sei etwas schwierig, sagt er.

Wer Interesse hat, im Ukulelechor mitzuspielen, braucht keine Vorkenntnisse. «Nur üben muss man zu Hause, alles andere ergibt sich», sagt Müller. Für unentschlossene bietet er einen besonderen Service: «Jeder, der Interesse hat, kann bei mir vorbei kommen und das Instrument einmal ausprobieren.»

Wer mitmachen möchte, meldet sich unter Telefon 044 730 63 27.