Dietikon

Dietiker Kindergärtler kriegen mehr Platz: Stimmvolk bewilligt 3,2 Millionen Franken für neuen Doppelchindsgi

Der neue Doppelkindergarten Gjuch kommt auf einem Teil der Lozziwiese zu stehen. Der dadurch kleiner werdende Park soll für das Quartier aufgewertet werden.

Der neue Doppelkindergarten Gjuch kommt auf einem Teil der Lozziwiese zu stehen. Der dadurch kleiner werdende Park soll für das Quartier aufgewertet werden.

Mit einem deutlichen Ja-Anteil von 73,3 Prozent stellten sich die Stimmberechtigten hinter den Bau des Gjuch-Doppelkindergartens und die Aufwertung des Quartierparks auf der Lozziwiese.

Die Kinder im Gebiet Gjuch in Dietikon erhalten im August 2021 einen neuen Doppelkindergarten. Das hat das Dietiker Stimmvolk am Sonntag an der Urne entschieden. 4124 der insgesamt über 12000 Stimmberechtigten nahmen an der Abstimmung teil. 73,3 Prozent genehmigten einen Kredit von 3,219 Millionen Franken für den Neubau des zweigeschossigen Gjuch-Chindsgi und die Aufwertung des Quartierparks auf der Lozziwiese mit neuen Spielgeräten, einer Sandlandschaft mit Wasserstelle sowie einer Kletteranlage und mobilen Tisch-Bank-Kombinationen. 26,7 Prozent der Stimmbürger sprachen sich dagegen aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 34,4 Prozent.

Die Freude über das deutliche Ja zum Projekt war bei Schulvorstand Reto Siegrist (CVP) gross. «Es ist eine gute Geschichte für die Schule und gleichzeitig auch für das Quartier», sagte er. Für Letzteres bedeute das Projekt einen doppelten Gewinn. «Die Anwohnerinnen und Anwohner erhalten einerseits einen tollen Park, der als Treffpunkt dient und Spielgeräte für jede Altersstufe bietet. Andererseits entsteht Schulraum vor Ort.» Das deutliche Resultat zeige, dass der Stadtrat die Bevölkerung vom Projekt habe überzeugen können.

Weitere Etappe für die Schulraumplanung

Für die Schule stellt der neue Gjuch-Doppelkindergarten eine weitere Etappe in der laufenden Schulraumplanung dar. 2019 wurde der neue Doppelkindergarten Steinmürli eingeweiht. Im Mai steht bereits die nächste Vorlage an. «Dann wird das Stimmvolk über das Schulhaus ‹Pavillon Stierenmatt› befinden, das für zehn Jahre auf der strategischen Landreserve der Firma Hunziker im Limmatfeld zu stehen kommt. Bis das richtige Schulhaus Stierenmatt gebaut ist, wird die Anlage die Schulraumengpässe im Quartier überbrücken», sagte Siegrist.

Im August 2021 können Kindergärtler und Lehrpersonen den Doppelkindergarten Gjuch beziehen.

Visualisierung Doppelkindergarten Gjuch

Im August 2021 können Kindergärtler und Lehrpersonen den Doppelkindergarten Gjuch beziehen. 

Erfreut über das Abstimmungsergebnis zeigte sich auch Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP). «Es ist in zweierlei Hinsicht ein wichtiges Resultat. Zum einen verdeutlicht es die Solidarität der Dietiker mit dem Quartier Gjuch, das nicht gerade bevorzugt behandelt wird. Zum anderen ist es ein Zugeständnis an unsere Schulbauten», sagte er.

Wie bereits Stadtratskollege Siegrist betonte auch er, dass das Vorhaben eines von vielen sei. «Wenn das Projekt abgelehnt worden wäre, wäre das kein gutes Zeichen gewesen.» Man wolle den Terminplan einhalten und einzelnen Bedenken Rechnung tragen. «Den Baumbestand im Park werden wir möglichst so belassen. Wir werden vorsichtig um den grossen Silberahorn herumbauen.» Kiwic geht davon aus, dass die Bauarbeiten im Sommer starten können.

Mit dem geplanten Doppelkindergarten Gjuch reagiert die Stadt auf den dringenden Schulraumbedarf. Der heutige Einfachkindergarten Gjuch ist laut Stadtrat klein, beengt, schlecht nutzbar und nicht erweiterbar. Er wird mit dem neuen Bau ersetzt. Während den Bauarbeiten bleibt der Einfachkindergarten in Betrieb. Danach wird er zu einer Tagesstruktur umgewandelt. Mit der Erstellung des neuen Kindergartens verkleinert sich die Fläche der Lozziwiese um 14 Prozent. Dem Raumverlust will der Stadtrat mit einer Aufwertung des Quartierparks entgegenwirken. Der Lozziwurm von Künstler Yvan Pestalozzi, welcher der Wiese ihren Namen gab, bleibt bestehen.

Autor

Sibylle Egloff

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