Alljährlich würden die im Kanton Zürich wohnhaften Armee-Angehörigen, die ihre Dienstpflicht erfüllt haben, auf dem Militärflugplatz Dübendorf feierlich verabschiedet, schreibt Andreas Wolf in seiner Anfrage an den Zürcher Regierungsrat.

Sie würden vom Sicherheitsdirektor, Mario Fehr, dessen Stellvertreter und dem Polizeivorsteher der Stadt Zürich oder einem Statthalter verabschiedet, erklärt Wolf weiter.

Der Dietiker Kantonsrat konstatiert zudem, dass Zivildienstleistende – nach der Erfüllung ihrer Pflicht – «lediglich mit einem Schreiben der zuständigen Vollzugsbehörde informiert werden».

Darin sei die Information enthalten, dass man die ordentliche Zivildienstzeit erfüllt habe und dass man ihnen für ihre Zukunft alles Gute wünsche.

Ungleichbehandlung

Ob sich der Regierungsrat dieser Ungleichbehandlung von Militär- und Zivildienstleistenden bewusst sei, will der grüne Politiker nun wissen.

Auch die Gründe für die Durchführung derart unterschiedlicher Abschiedszeremonien möchte Wolf von der Exekutive des Kantons Zürich erläutert haben.

Die grundlegende Frage, wie der Regierungsrat die Wichtigkeit des Zivildienstes einschätze, stellt der Umweltwissenschafter aus dem Limmattal ebenfalls.

Ausserdem erkundigt sich Andreas Wolf nach der Bereitschaft, die Entlassungszeremonien der Armee-Angehörigen derjenigen der Zivildienstleistenden anzupassen und somit das Budget für Armeefeierlichkeiten zu kürzen.

Oder aber auch die Zivildienstleistenden entsprechend zu würdigen und mit einer entsprechenden Feierlichkeit aus dem Dienst zu verabschieden.