«Hilfe wir platzen aus allen Nähten», sagt Chicorée-Chef Jörg Weber (61) gegenüber «Blick». Seit Anfang Jahr konnte der Mode-Discounter mit Hauptsitz in Dietikon eine Umsatzsteigerung von 14 Prozent verzeichnen - sieben Millionen Franken mehr als ursprünglich erwartet. Hält dieser Run auch weiter an könnte Chicorée ein Rekordjahr mit einem geschätzten Umsatz von 150 Millionen Franken erzielen, sagt Weber im Gespräch. Letztes Jahr setzten die 150 Chicorée-Läden mit derzeit 700 Angestellten 131 Millionen Franken um.

Seit Februar 40 neue Stellen

Aufgrund dieses Erfolges nimmt das Limmattaler Unternehmen dieses Jahr rund neun neue Filialen in Betrieb. Fünf hat es kürzlich eröffnet, drei folgen im Juli und eine im Oktober, schreibt der «Blick». Sechs Standorte stammen vom Mode-Discounter Yendi, welcher im April Konkurs gegangen war. 500 Mitarbeiter verloren dadurch ihre Arbeitsstelle - einige arbeiten jetzt für Chicorée. Dieser konnte seit Februar nämlich 40 neue Stellen schaffen.

Ohne Online-Expansion geht es nicht

Trotz des bisherigen Erfolges und Expansions-Plänen, ist sich Jörg Weber der Tatsache bewusst, dass auch Online eine Form der Expansion stattfinden muss. So sagt Weber gegenüber «Blick»: «Ab dem Herbst können Kunden via App oder Kundenkarte Punkte sammeln und Rabatt erhalten». Ab 2018 sollen die Chicorée-Kundinnen und Kunden auch über die Online-Kanäle Kleider reservieren, im Laden abholen und bezahlen können, sagt Pascale Weber (28), der für das Marketing verantwortlich ist. Ausserdem soll über einen Whatsapp-Service zum einen News verschickt werden und zum anderen sollen sich Kunden damit beraten lassen können. 

Einst sollen Pascale und sein Bruder Mathias (26) Weber das Unternehmen übernehmen. Momentan bleibt die Führungskonstellation aber wie gehabt. (lgi)