Unterengstringen
Dieses Jahr gabs bei Mittefasten einen Wurst-Express und einen Grossandrang im Schützenhaus

Das Dorf hat den Frühling willkommen geheissen – am Mittefasten-Sonntag war viel Volk unterwegs

David Egger
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Der Böögg hat Feuer gefangen. Als es so weit war, verbrannte er dieses Jahr besonders schnell.
21 Bilder
Das Feuerschiff fährt über die Limmat.
Bevor der Böögg angezündet wird, zündet die Mittefastenkommission jeweils die Kienfackeln entlang des Limmat-Ufers an.
Feuer frei!
Nachdem der Böögg Gandhi Gandhi Lauch ein Opfer der Flammen wurde, startete das Feuerwerk.
Mittefasten-Sonntag 11.03.2018
Der Klassiker am Mittefasten-Sonntag: Anstehen für die Mittefasten-Bratwurst.
Die Wurst war einmal mehr hoch im Kurs.
Obermeister Dieter Meier (links) und Informationsmeister Christian Haderer: Haderer liess sich gleich zweimal Wurst reichen, um auch noch seinen Vater Willy Haderer zu beliefern (siehe Text unten).
Volkssport: Das Mittefasten-Schiessen unter Anleitung der Schützengesellschaft ist beliebt. Im Unterengstringer Schützenhaus herrschte Grossandrang.
Unter Anleitung der Schützengesellschaft versuchten viele Unterengstringerinnen und Unterengstringer, einen Volltreffer nach dem anderen zu landen.
Goal um Goal gab es am Fussballturnier: Hier verwertet gerade das Team FC Oetwil-Geroldswil b eine Chance gegen FC Engstringen b.
Beim Ortsmuseum an der Weidstrasse wurde übrigens ein herziger Mini-Böögg gesichtet.
Lydia Schmalz, die selbst im Landsitz zur Weid aufgewachsen ist, durchschneidet das Band ins neu eingerichtete Ortsmuseumsstübli.
Das neu eingerichtete Stübli gefiel den Gästen sehr.
Auch im Bistro der Bibliothek konnte man an Mittefasten gemütlich verweilen.
An Mittefasten zeigt Unterengstringen Flagge.
Dem Winter wurde dank Mittefasten der Garaus gemacht.
Damit ist der Frühling im Limmattal nun definitiv willkommen geheissen.
Das Mittefasten findet immer drei Wochen vor Ostern statt.
Bis zum nächsten Jahr!

Der Böögg hat Feuer gefangen. Als es so weit war, verbrannte er dieses Jahr besonders schnell.

David Egger

Die letzten Handgriffe am Scheiterhaufen für Böögg Gandhi Gandhi Lauch waren kaum gemacht, da wurde auf dem Limmatdamm die Warteschlange für die Wurstverteilung immer länger. Aber ein Unterengstringer fehlte am Mittefasten-Sonntag: Alt Informationsmeister Willy Haderer musste aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben. Nichtsdestotrotz kam er in den Genuss einer Wurst: Sein Sohn, der Informationsmeister Christian Haderer, liess sich von Obermeister Dieter Meier zweimal Wurst reichen – einmal für sich und einmal, um seinen Vater zu beliefern.

Als der Wurst-Express unterwegs war, begann die Vernissage des Ortsmuseums im Landsitz zur Weid, wo Obmann Oscar Bamert und sein Team das Stübli auf alte Art neu eingerichtet hatten. Lydia Schmalz, die selbst im von 1711 bis 1723 gebauten Haus aufgewachsen war, zerschnitt die Absperrung, woraufhin das Stübli in Beschlag und die Ortsmuseumskommission mit vielen Komplimenten bedacht wurde. Im Stübli lief der Kachelofen, an dem sich einst die Dorfbuben aufwärmten, nachdem sie dem Bauern geholfen hatten, sein Heu vor nahenden Gewittern zu retten. Hoch im Kurs war auch der Mittefasten-Klassiker des Museums: der Speckzopf.

Beim Dessert gab es die Qual der Wahl: so etwa Donuts im Bistro der Bibliothek oder viele verschiedene Kuchen in der Turnhalle Büel, wo das Fussball-Juniorenturnier des FC Engstringen für Emotionen sorgte.

Laut wie bei den Böllerschüssen am Sonntagmorgen um 6 Uhr war es beim Schützenhaus, wo das Volk – dieses Jahr besonders zahlreich – hinging, um unter Anleitung der Schützengesellschaft Volltreffer zu versuchen.

Nach diesem Sonntagsprogramm knallten erneut die Böller, bevor dann der Böögg Ghandi Ghandi Lauch lichterloh und problemlos brannte. Zum Schluss sorgte das Feuerwerk für viele Ahs und Ohs und beendete damit das dreitägige Fest, mit dem Unterengstringen den Frühling willkommen heisst.

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