Sonne, Wasser und Glace: Das Fondli bot diesen Sommer die drei wichtigen Zutaten für erholsame Freizeitstunden. Das liessen sich die wenigsten entgehen. Folglich verzeichnete das Dietiker Schwimmbad eine Besucheranzahl von 94 354 Personen. Das sind bedeutend mehr als noch vor einigen Jahren.

Es gibt aber noch einen wichtigeren Grund für den Erfolg: Die Gesamtsanierung des Schwimmbads wirkt wie ein Magnet auf die Bevölkerung. Die Bauarbeiten am Schwimmbad starteten im Herbst vor sechs Jahren. Ursprünglich sollten sie bereits nach einem halben Jahr beendet sein. Doch das stellte sich als eine zu optimistische Planung heraus. Starke Regengüsse im März 2013 sowie eine heftige Hitzewelle im Juni stellten die Bauarbeiter vor grosse Herausforderungen. Sie mussten die Böschung stabilisieren und das Regenwasser ableiten. Schliesslich wurde das Bad aber zu Sommerferienbeginn 2013 fertig. Dabei überschritt die Stadt das geplante Budget um 44 200 Franken und schloss mit einem Betrag von rund 9,74 Millionen Franken ab.

Mehr Eintritte trotz Preisaufschlag

Die Kosten der Sanierung schlugen sich auch in einem Preisaufschlag für die Besucher nieder. Die Eintritte für Erwachsene wurden um einen Franken teurer und Kinder bezahlen heute 50 Rappen mehr als noch vor dem Umbau. Doch das tat dem Besucherstrom keinen Abbruch. Trotz erhöhtem Eintrittspreis wurden im Schnitt 30 Prozent mehr Eintritte verkauft als noch vor der Sanierung. Das heisst, im Sommer vor sechs Jahren lösten die Fondli-Besucher durchschnittlich 70 000 Eintritte. In den Jahren nach der Sanierung pendelte sich die Besucherzahl bei 90 000 ein. Das entsprach einem durchschnittlichen Bruttoumsatz von rund 450 000 Franken. Früher lag dieser bei durchschnittlich 285 000 Franken.

«Wasserrutschbahn, Sprunganlage und die Angebote im Nichtschwimmerbecken finden grossen Zuspruch», sagt Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit in Dietikon. Daneben können sich die Badefreudigen auch unter dem Wasserpilz oder im Strömungskanal erfrischen.

Springbrunnen mit Solarstrom

Das Spezielle an diesen Attraktionen ist auch, dass der Strom, den sie verbrauchen, mittels einer Photovoltaikanlage kompensiert werden soll. Da diese keinen Platz auf dem Schwimmbad-Gelände hatte, wurde sie auf dem Dach der Fondli-Turnhalle platziert. Das lohnte sich, wie die Bauabrechnung der Stadt Dietikon zeigt: «Die Anlage lieferte seit Inbetriebnahme 22 000 bis 24 000 kWh pro Jahr, während der Strommehrverbrauch für die Attraktionen im Freibad zwischen 16 000 und 19 500 kWh pro Saison betrug.»

Doch nicht nur die Wasserattraktionen wurden erneuert, auch das Becken und die Anlage des Fondli änderten sich. Insbesondere der Kinder-Bereich wurde erweitert: Das Nichtschwimmer-Becken wurde um einiges vergrössert und ist nun mit Metall ausgekleidet. Zudem spendet ein riesiges Sonnensegel einem Teil des Beckens Schatten. Direkt neben dem Becken befindet sich der sanierte Spielplatz. Doch nicht nur Badefreudige, auch Ruhe- und Sonnenbedürftige kommen nicht zu kurz. Die Liegeterrassen aus Holz laden am Rande des Schwimmerbeckens zum Verweilen ein. Auf dem neuen Rasen sind Holzwürfel platziert, die als Liege- oder Sitzgelegenheit dienen.

Wagemutige haben indes seit dem Umbau einen Springturm und eine überhängende Kletterwand für ihre Kunststücke zur Verfügung. Damit sie nicht in trübes Wasser hüpfen, sanierte die Stadt auch den technischen Bereich. So sorgen nun sieben verschiedene Filter für einwandfreie Wasserqualität.

«Überregional bedeutendes» Bad

Das Schwimmbad Fondli ist mittlerweile nicht nur im Bezirk Dietikon, sondern sogar über die Grenzen hinaus bekannt: Der Kanton schätzt das Schwimmbad als «überregional bedeutend» ein und zahlt deswegen zehn statt der geplanten fünf Prozent an die Investitionskosten des Schwimmbads. Das heisst, der kantonale Sportfonds überwies bereits einen Betrag von rund 900 000 Franken an das Dietiker Schwimmbad. Die Restzahlung wird nach Genehmigung der Bauabrechnung durch den Gemeinderat beantragt.

Vorläufig ist Ruhe eingekehrt im Fondli. «Im Augenblick stehen keine Erneuerungen an», so Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit in Dietikon. Während das Freibad nun in den Winterschlaf sinkt und Badefreudige sich lieber im Hallenbad vergnügen, wird der Gemeinderat über die veröffentlichte Bauabrechnung befinden.

«Überregional bedeutendes» Bad

Das Schwimmbad Fondli ist mittlerweile nicht nur im Bezirk Dietikon, sondern sogar über die Grenzen hinaus bekannt: Der Kanton schätzt das Schwimmbad als «überregional bedeutend» ein und zahlt deswegen zehn statt der geplanten fünf Prozent an die Investitionskosten des Schwimmbads. Das heisst, der kantonale Sportfonds überwies bereits einen Betrag von rund 900 000 Franken an das Dietiker Schwimmbad. Die Restzahlung wird nach Genehmigung der Bauabrechnung durch den Gemeinderat beantragt.
Vorläufig ist Ruhe eingekehrt im Fondli. «Im Augenblick stehen keine Erneuerungen an», so Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit in Dietikon. Während das Freibad nun in den Winterschlaf sinkt und Badefreudige sich lieber im Hallenbad vergnügen, wird der Gemeinderat über die veröffentlichte Bauabrechnung befinden.