Schlieren
Diese zwei Limmattalerinnen kämpfen ab Sonntag um Missen-Krone

Eine sechsteilige Show soll im Vorfeld der Miss-Schweiz-Wahlen für mehr Action und mehr Persönlichkeit sorgen. Ab Sonntag müssen sich die Kandidatinnen in einer TV-Show beweisen, darunter auch die Limmattalerinnen Pamela Ljubas und Janine Baumann.

Sarah Serafini
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Janine Baumann (ehem. Weiningen) und Pamela Ljubas (Schlieren)

Janine Baumann (ehem. Weiningen) und Pamela Ljubas (Schlieren)

Mehr Action, mehr Persönlichkeit und näher an den Frauen dran. Die Miss-Schweiz-Wahl 2013 soll etwas ganz Besonderes werden. Vor allem soll der Schönheitswettbewerb eines: Wieder mehr Zuschauer vor den Fernseher locken. Nachdem Alina Buchschacher 2011 das Schönheits-Krönchen geholt hatte, gab es letztes Jahr keine Wahl mehr. Zu wenig Leute wollten die Sendung noch sehen. Das Schweizer Fernsehen (SRF) nahm den Missen-Wettbewerb aus dem Programm und den Organisatoren gelang es nicht mehr, finanziell für die Show aufzukommen.

Eine sechsteilige Show im Vorfeld soll das jetzt ändern. Ab dem 28. April läuft die Pre-Show jeden Sonntagabend auf Sat.1 und Rouge TV bis zur Wahlnacht vom 8. Juni im Zürcher Hallenstadion. Thomas Russenberger, Geschäftsführer der Miss-Schweiz-Organisation sagt, das Format der Miss-Schweiz-Wahl sei nicht mehr zeitgemäss gewesen. «Heutzutage wollen die Zuschauer über eine gewisse Dauer mit Informationen über die Personen beliefert werden. So können sie sich schliesslich ihre eigene Meinung zu den Kandidatinnen bilden.»

Nach Dreh drei Tage geschlafen

Die Miss-Anwärterinnen aus dem Limmattal Pamela Ljubas und Janine Baumann sind gespannt, wie das Fernsehpublikum auf die erste Pre-Show reagieren wird. Baumann sagt: «Ich hoffe, dass die Show die Leute packt und sie dann auch für die Wahl den Fernseher wieder einschalten.»

Während einer Woche haben die 18 Miss-Kandidatinnen permanent vor der Kamera gestanden und mussten Aufgaben vor den Augen ihrer drei Coaches Christa Rigozzi, Fiona Hefti und Nadine Vinzens bewältigen. Nach jedem Drehtag fiel eine der Frauen aus dem Rennen.

Die Schliermerin Pamela Ljubas gilt als Favoritin auf den Titel

Die Schliermerin Pamela Ljubas gilt als Favoritin auf den Titel

Ob Baumann und Ljubas an der Miss-Wahl im Juni überhaupt noch dabei sein werden, dürfen sie nicht verraten. Nur der engste Familienkreis sei eingeweiht, verrät die Schlieremerin Ljubas.

Die Woche im Miss-Camp habe sich sehr gelohnt, schwärmt Ljubas. Stressig sei es gewesen und manchmal sei sie auch an ihre Grenzen gestossen, wie alle anderen Kandidatinnen auch. Trotzdem seien es für die 20-jährige Kroatin wertvolle Erfahrungen gewesen, die sie hat sammeln können. Ljubas: «Ich habe viel gelernt.»

Ihre Mitstreiterin Baumann war nach den einwöchigen Dreharbeiten zwei, drei Tage sehr müde und schlapp, wie sie sagt: «Wir standen jeden Tag von zirka 6 bis 21 Uhr vor der Kamera. Das war sehr intensiv und anstrengend.» Dass es dabei auch einmal zu Tränen kam, ist klar. «Es gab alles: schöne wie auch schlechte Emotionen. Einmal waren wir besser, einmal schlechter gelaunt», sagt Baumann, die bis zu ihrem 20. Lebensjahr in Weiningen lebte. Dabei sei aber nie etwas gespielt gewesen, keine inszenierten Zickenkriege, wie man es von anderen Castingshows kenne.

Auch Miss-Schweiz-Geschäftsführer Russenberger bestätigt, dass in der Pre-Show keine Charakteren geschaffen, sondern die Frauen so gezeigt werden, wie sie wirklich sind.

Pamela Ljubas sagt, dass inzwischen gute Freundschaften unter den Kandidatinnen entstanden seien. Eifersucht sei da bisher kein Thema. Ljubas, die als eine der Favoritinnen gehandelt wird, sagt: «Ich spüre deswegen keinen Neid der anderen Kandidatinnen.»

Gespannt, wie Konzept ankommt

Die Limmattalerinnen Ljubas und Baumann finden die Idee der Pre-Show gut. So könnten die Zuschauer die Missen besser kennen lernen. «Wir sind kein Produkt, sondern müssen uns selbst verkaufen. Dazu muss das Publikum unseren Charakter kennen», sagt Baumann.

Ob das neue Konzept der Miss-Wahl gut ankommt, wird sich zeigen. Russenberger ist optimistisch: «Die Miss-Wahl ist in der Schweiz eine stark verankerte Marke.»