Spital Limmattal
Diese Veränderungen kommen auf das Spital Limmattal zu

Ab nächstem Jahr gilt das neue Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz. Was bedeutet das konkret fürs Spital Limmattal? Im Rahmen der neuen Strategie strebt das Spital kein aggressives Wachstum mehr an.

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Wird bis im Jahr 2018 durch einen Neubau ersetzt: Das Spital Limmattal. mu

Wird bis im Jahr 2018 durch einen Neubau ersetzt: Das Spital Limmattal. mu

Limmattaler Zeitung

Ende September hat der Verwaltungsrat die neue Strategie und den Businessplan für das Spital Limmattal vorgestellt. Darin distanziert er sich ganz explizit von der Teilprivatisierungsstrategie, welche der alte Verwaltungsrat im Mai 2010 präsentierte und die danach grossen Widerstand in der Bevölkerung und bei den Spitalmitarbeitenden auslöste.

Im Rahmen der neuen Strategie strebt das Spital kein aggressives Wachstum mehr an, sondern ein moderates und sieht sich als stark regional verankertes Spital mit breitem Leistungsangebot.

Fall wird nach Komplexität gewichtet

Ab dem 1. Januar 2012 gilt das neue Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz. Dabei werden die Gemeinden die Langzeitpflege neu ohne kantonale Beteiligung finanzieren müssen, während der Kanton im Gegenzug die Gemeinden von der Mitfinanzierung der Spitäler entlastet. Abgerechnet werden die Leistungen des Spitals im stationären Bereich neu mit dem Fallpauschalensystem «SwissDRG».

Jeder Fall wird dabei je nach Komplexität gewichtet und mit einem entsprechenden Faktor gegenüber der «Baserate» abgerechnet. Die «Baserate», also der Basispreis, bezeichnet dabei den Durchschnittsfall. Wie hoch dieser Preis angesetzt wird, ist noch nicht definiert worden. Den Betrieb der Infrastruktur und Investitionen wird das Spital über einen prozentualen Zuschlag pro Fall finanzieren müssen.

Damit will sich das Spital Limmattal ab nächstem Jahr Eigenkapital aufbauen. Dies ist im Rahmen des neuen Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes nicht nur möglich, sondern auch nötig. Das «Limmi» wird zusätzlich Fremdkapital organisieren müssen, um den geplanten und dringend notwendigen Spitalneubau finanzieren zu können. (BHI)

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