Sportereignisse

Diese Sport-Geschichten werden das Limmattal 2020 bewegen

Die Limmattaler Zeitung nennt regionale Sportereignisse, die im neuen Jahr zu reden geben dürften. Die einen sind durchaus realistisch, andere sind eher an den Haaren herbeigezogen. Urteilen Sie selbst – und nehmen Sie es sportlich.

2. Januar: Am 123. Berchtold-Schwinget in der Zürcher Saalsporthalle macht von der Delegation des SK Glatt- und Limmattal vor allem einer positiv von sich reden. Der 22-jährige Oberengstringer Luca Pallaoro stellt gegen den Eidgenossen Andreas Döbeli, der nach seinem missglückten Auftritt am Dietiker Niklausschwinget auf Wiedergutmachung aus ist. Der Sieger des Stadtzürcher Traditionsanlasses heisst indes Samir Leuppi, Eidgenosse aus Winterthur.

26. Januar: Das macht Lust auf mehr! Die Limmattaler Unihockeyaner siegen zum Qualifikations-Schluss gegen Bassersdorf Nürensdorf mit 10:3 und steigen als Gruppensieger in die Playoffs. «Wir wissen, was wir können», sagt Co-Trainer Behar Saphija lapidar. Für den Kampf um den Aufstieg kann Unihockey Limmattal auf die Dienste des reaktivierten Sebastian Ladner zählen. «Wir wollen rauf», sagt der Team-Oldie vor dem ersten Training mit der Mannschaft nach seiner temporären Rückkehr.

8. Februar: Es hat nicht sollen sein. Weil die Urdorfer 3.-Liga-Eishockeyaner im abschliessenden Spiel der Regular Season gegen den Tabellenletzten Küssnacht am Rigi II nicht die volle Punktzahl holen – 8:7-Sieg nach Verlängerung – verpassen sie die Aufstiegs-Playoffs denkbar knapp. «Macht nichts», sagt Trainer Patrick Stach, «im kommenden Winter gilt es aber ernst. Dann ordnen wir dem Ziel Aufstieg alles unter.»

15. März: Der ehemalige Junior des Handball-Clubs Dietikon-Urdorf, der 20-jährige Rückraumspieler Dylan Brandt, darf im Cupfinal für den HSC Suhr Aarau gegen die Kadetten Schaffhausen ran. Brandt steht in den letzten 15 Minuten auf dem Feld und hält seinen Club mit drei Toren im Spiel. Schliesslich geht der Sieg dennoch an den Gegner, die Kadetten gewinnen mit 26:24 Spiel und Cup-Trophäe.

22. März: Sie haben es geschafft – Unihockey Limmattal steigt nach vier Jahren in der 1. Liga in die Nationalliga B auf. Nacheinander putzt das Team um den ehemaligen U19-Internationalen Adrian Stock in den Playoffs Pfannenstiel, die Vipers Innerschwyz sowie Bülach weg und lässt in den Auf-/Abstiegsspielen auch B-Ligist Sarganserland keine Chance. Co-Trainer Spahija: «Wir haben gewusst, dass wir das können.»

29. März: Es ist eines der spektakulärsten Limmattaler Fussballderbys der letzten paar Jahre, das 2.-Liga-Spiel zwischen Schlieren und dem FC Urdorf. Der Aussenseiter vom Urdorfer Fussballplatz Chlösterli geht bis zur 68. Minute dank zwei Treffern des einmal mehr reaktivierten Altmeisters Leandro Cicolecchia mit 2:0 in Führung, Schlieren gleicht durch einen Doppelschlag von Mikel Lazri innert 75 Sekunden zum 2:2 aus. In der Nachspielzeit hält FCS-Keeper Andronit Hasani einen Elfmeter von Mirko Markanovic. Trotz dieses unerwarteten Punktgewinns bleiben die Urdorfer unter dem Strich.

1. April: «Der Kult-Fussballtrainer ist zurück»: Diese Schlagzeile der Limmattaler Zeitung sorgt in der regionalen Szene für Aufsehen. Weil der FC Birmensdorf auf Beginn der Saison 2020/21 wieder eine 2. Mannschaft melden möchte, ist man laut Vereinspräsident Harry Schenk mit George Schacher einig geworden, das Team zu übernehmen. Schacher wirkte ab den frühen 1990er-Jahren während zwei Jahrzehnten in verschiedenen Ämtern beim FCB und in Engstringen und ist im Limmattal bekannt wie ein bunter Hund. Der frühere Inhaber von «Shaky Sports» in Schlieren und Urdorf wurde 2015 von der Limmattaler Zeitung zum unbestrittenen «Limmattaler Kult-Trainer aller Zeiten» gewählt.

5. April: Standesgemäss beschliessen die Handballerinnen des HC Dietikon-Urdorf die Aufstiegsrunde und gewinnen auch gegen Kreuzlingen II souverän. Jetzt ist es amtlich, was sich seit Wochen abzeichnete: Das Team des Trainer-Triumvirats Zatti/Dogru/Strebel schafft die angestrebte Rückkehr in die 1. Liga.

23. Mai: Die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die 1. Liga nimmt für den Fussball-Club Dietikon ein gutes Ende. Dank eines über Erwarten erfolgreichen Saison-Endspurts mit insgesamt sieben Punkten aus den abschliessenden drei Partien schafft die Mannschaft von Trainer João Paiva den Ligaerhalt. Die Krönung: Zum Saisonschluss gewinnen die Limmattaler gegen den grossen Favoriten Wettswil-Bonstetten mit 2:0 und revanchieren sich damit für die 0:5-Klatsche in der Vorrunde.

23. August: Endlich: «König Fussball» regiert auch im Limmattal wieder.
In den regionalen Ligen starten die
Kicker in die Saison 2020/21. Aus Limmattaler Sicht besonders interessant präsentiert sich die Gruppe 1 der 2. Liga, in welcher mit Schlieren, Urdorf und dem überraschenden Aufsteiger FC Engstringen gleich drei Vereine aus der Region spielen. Und:
Der FC Birmensdorf meldet keine 2. Mannschaft beim Verband an, George Schacher gibt kein Comeback. Der April-Scherz der Limmattaler Zeitung sorgte aber während Wochen für Diskussionen an den Stammtischen.

3. Oktober: Auf ein Neues, EHC Urdorf! Mit einem Auswärtsspiel gegen den HC Zugerland starten die 3.-Liga-Eishockeyaner in die «Mission: Wiederaufstieg». Der Start gelingt, das Team von Trainer Patrick Stach gewinnt mit 5:3. «Jetzt stoppt uns niemand mehr», verkündet Verteidiger und Doppeltorschütze Louis Leimgruber.

10. Oktober: Aloha, Jürg Mallepell. Der 66-jährige Urdorfer Triathlet startet zu seiner vierten Teilnahme am legendären Ironman auf Hawaii, 16 Jahre nach dem ersten Mal. «Ich bin ganz gut drauf», meldet der Unverwüstliche, «es ist schon so, wie Udo Jürgens mal gesungen hat: Mit 66 Jahren fängt das Leben an.» Oder das freiwillige Leiden während rund zwölf Stunden im Wasser, auf dem Rennvelo und in den Laufschuhen.

31. Dezember: Punkt Mitternacht rennen die kälteresistenten Läuferinnen und Läufer am 16. Neujahrsmarathon mit Start und Ziel in Schlieren in das neue Jahr 2021. Und neuen Abenteuern entgegen.

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