Bei der Wahl zur Miss Teenie müssen die Kandidatinnen keine Mindestgrösse erreichen und auch nicht versprechen, sich in ihrem Amtsjahr für den Weltfrieden einzusetzen. Vielmehr als das Aussehen der 13- bis 16- Jährigen sind es die Ausstrahlung und die Talente der Jugendlichen, die zählen. Sharon Medaglia aus Dietikon, die 15-jährige Gewinnerin der diesjährigen-Miss Teenie-Wahl, konnte nicht zuletzt mit ihrer Streetstyle-Tanzeinlage punkten.

Dank Familienfoto weitergewählt

Begonnen hat das Abenteuer für die Schülerin ganz unerwartet, als sie von ihrer Mutter zur Miss-Teenie-Wahl angemeldet wurde. Sie stellte sich am ersten Casting im Shoppingcenter Glatt vor. Jede Teilnehmerin sollte zu einem mitgebrachten Foto eine lustige Geschichte erzählen. Sharon glaubte aber vorerst nicht wirklich daran, dass sie weiterkommen würde. «Doch die Jury war von mir und meinem Foto überzeugt», erzählt sie.

So ging die Reise in Richtung Miss Teenie für die Dietikerin weiter und sie durfte in der nächsten Runde ihre Tanzkünste unter Beweis stellen. «Mein Tanzlehrer hat für mich verschiedene Lieder zusammengemixt, zu denen ich performt habe», sagt sie.

Eine vielseitig talentierte Miss

Sharon konnte die Jury mit ihrer Hip-Hop-Darbietung erneut begeistern und liess bis auf neun andere Mädchen alle Konkurrentinnen hinter sich. Obwohl: Eigentlich sind sie alle Freundinnen geworden. «Wir schreiben uns jeden Tag und wollen auch schon bald ein gemeinsames Treffen vereinbaren», schwärmt Sharon. Eifersüchtig auf ihren Sieg sei keines der Mädchen. Weshalb sie gewonnen hat, kann sich Sharon selbst nicht erklären. «Vielleicht aufgrund des Jurytalks.» Dabei habe die Jury mit den Teilnehmerinnen gesprochen und sie nach ihren Interessen gefragt. Die lange Liste an Hobbys, die Sharon aufzählen konnte, muss die Jurymitglieder wohl überzeugt haben: Kochen, backen, zeichnen, fotografieren und tanzen – die junge Miss ist vielseitig talentiert.

«Ich koche aber nicht nur gerne, ich liebe auch das Essen. Vor allem Eiscreme», verrät die Tochter eines Italieners. Deshalb wolle sie einmal länger Zeit in ihrer Heimatregion Kalabrien verbringen, um dort zu lernen, wie die handgemachten «Gelati» hergestellt werden.

«Mein grösster Traum ist es, eines Tages in Dietikon eine Gelateria zu eröffnen und eigene Glace-Kreationen zu verkaufen», sagt Sharon. Doch vorerst will sie im Sommer ihre KV-Lehre bei der Firma Pestalozzi in Dietikon beginnen, und ihr Auslandaufenthalt in Italien muss warten.

Fotoshooting in Miami als Gewinn

Weit weg von zu Hause geht es für Sharon trotzdem bald: Ein Fotoshooting in Miami steht an. «Mit dem Mister Teenie werde ich eine Woche lang dort sein», erzählt Sharon. Ihre Eltern seien mächtig stolz auf sie und auch ihre Freude gönnen ihr den Erfolg. «Trotzdem will ich nicht, dass sich in meinem Leben etwas ändert», sagt sie. Schliesslich habe sie der Titel «Miss Teenie» nicht zu einem anderen Menschen gemacht, und das sei auch gut so. Bei einer Misswahl würde Sharon wieder mitmachen. «Solange es keinen Zickenkrieg gibt und es nicht auf die Grösse ankommt», sagt die 1,55 Meter grosse Schülerin.