Der tierische Jahresrückblick, Teil II
Diese Limmattaler Laufenten machten den Schnecken den Garaus

Ein Kater mit hohem Militärrang, Enten, die schneckengeplagten Zürchern zu Hilfe eilen, und Biber, die das Limmatufer in Beschlag nehmen: 2016 war für das Limmattal ein tierisches Jahr.

Flurina Dünki
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Die Enten nach der Ankunft in Zürich Albisrieden.
11 Bilder
Dietiker Enten befreien Zürcher GZ Bachwiesen von Schnecken
Bei der Ausbildung im Dietiker Chrüzacher
Im Regenwetter gabs noch haufenweise Schnecken...
Entenheim mit Stil. Sogar Blumen schmücken das neue Zuhause.
Zu trochenes Wetter für Schnecken. Da muss der Napf für Futter sorgen.
Die Laufenten zeigen keine Anzeichen von Schüchternheit.
Kein Tierchen im Gras ist vor den Enten sicher.
Ob es hier drunter wohl Schnecken hat...
Alexandra Hobley vom GZ Bachwiesen mit ihren neuen Schützlingen.
Im Entenwohnwagen gibts entsprechende Wanddekoration.

Die Enten nach der Ankunft in Zürich Albisrieden.

Flurina Dünki

Vier mutige Dietiker zogen im Sommer aus, um den Schnecken im Zürcher Gemeinschaftszentrum Bachwiesen den Kampf anzusagen. Mirjam Spring von der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher hatte ihrer Kollegin Alexandra Hobley vom Bachwiesen die Haltung von Laufenten empfohlen, weil die Schnecken sich über die Salate der dortigen Gemeinschaftsbeete machten.

Tiertrainerin Spring zog die Enten selber auf und brachte ihnen bei, dem Menschen auf Rufe entgegenzulaufen und auf Geheiss in die Transporterbox zu steigen. Nach ihrer Ausbildung in Dietikon zogen die drei Erpel und das Weibchen im Juli ins Bachwiesen nach Albisrieden.
«Den Laufenten geht es heute sehr gut und sie fressen fleissig Schnecken und feinblättrige Pflanzen. Wie geplant haben wir nur das Weibchen und einen Erpel behalten», sagt Alexandra Hobley. Die anderen zwei Männchen zogen auf einen Bauernhof bei Winterthur.

Ausseneinsatz erfolgreich

Hobley hatte den Enten einen Mini-Wohnwagen gestaltet, mit dem diese im Sommer zu ihrem vierwöchigen Einsatz in einem Albisrieder Garten gekarrt wurden. «Die ganze Strasse war damals voller Kinder, die den Wagen begleitet haben. Auch die Familie, in deren Garten die Enten zum Einsatz kamen, hatten täglich Besuch von Leuten, die den Enten zuschauen wollten», so Hobley. Der mobile Ententeich wird beim Ausseneinsatz übrigens vom Gemeinschaftszentrum mitgeliefert. Laut Hobley entspricht er den Vorgaben des Veterinäramts, das eine Fläche von 2 Quadratmetern und eine Tiefe von 40 Zentimetern vorschreibt. (fdu)