Oetwil hat das bedingungslose Grundeinkommen gleich mit 88,5 Prozent Nein-Stimmen abgeschmettert. Nur sechs der total 183 Zürcher Gemeinden und Wahlkreise lehnten die Initiative noch deutlicher ab. Sogar in Herrliberg fand das Grundeinkommen mehr Zustimmung als in Oetwil. Ganz anders Dietikon und Schlieren: In beiden Städten hätte sich ein Viertel des Stimmvolks gewünscht, ein bedingungsloses Einkommen vom Staat zu erhalten.

Tabelle: Resultate Bezirk Dietikon Bezirksrichter

Auch bei der «Milchkuh»-Initiative, die die Finanzierung der Limmattalbahn in Gefahr gebracht hätte, sticht Oetwil hervor: 46,2 Prozent sprachen sich für diese Initiative aus. Mit Weiningen und Geroldswil wiesen zwei weitere Gemeinden rechts der Limmat einen Ja-Anteil von über 40 Prozent auf. Aesch und Birmensdorf lehnten die «Milchkuh»-Initiative am deutlichsten ab, mit 69,5 Prozent Nein-Anteil. Auch zur Service-public-Initiative legte Aesch das deutlichste Nein ein, mit nur 24,49 Prozent Zustimmung. Oberengstringen scheint mit Post, SBB und Swisscom hingegen nicht so zufrieden zu sein. Dort sprachen sich am meisten, nämlich 35,6 Prozent, für die entsprechende Initiative aus. Beim Fortpflanzungsgesetz zeigte Dietikon am meisten Skepsis, mit 61 Prozent Ja. Aesch nahm das Gesetz hingegen am deutlichsten an (75,27 Prozent).

Das Asylgesetz, in Uitikon klar mit 70,32 Prozent Ja-Stimmen angenommen, hatte es in Bergdietikon und Weiningen am schwersten: Hier gab es Ja-Anteile von 58,98 respektive 60,87 Prozent. Deutlich war auch das Verdikt zur Abschaffung der Laienrichter. Nur der Bezirk Meilen sagte deutlicher Ja als der Bezirk Dietikon. Mit 72 Prozent Zustimmung fällt Uitikon besonders auf. In Aesch waren es nur 62,14 Prozent. So klar das Ja im Limmattal war, so wenig interessierten sich manche dafür. In Schlieren stimmten nur 35,59 Prozent des Stimmvolks darüber ab. Die grösste Stimmbeteiligung ergab sich in Uitikon bei der Abstimmung über das Grundeinkommen: 66,55 Prozent der Uitiker hatten dazu eine Meinung. Eine ungültige Meinung hatten jene, die die Unterschrift auf ihrem Stimmrechtsausweis vergassen: Alleine in Urdorf, Dietikon und Schlieren erhielten die Wahlbüros 114 solche unvollständige Stimm-Couverts.

Imgur: Bezirk Dietikon Abstimmungsresultate