«Die Auszeichnung ist cool und nicht selbstverständlich», sagte der 20-jährige Ramon Jud. Zusammen mit sechs weiteren Lehrabgängern erhielt der Dietiker Elektroinstallateur aus den Händen vom Stadtpräsident Otto Müller ein Diplom und 600 Franken aus dem Legat vom Ingenieur Max Koenig. Dieser hinterliess der Stadt Dietikon 1973 einen Betrag von 100 000 Franken, damit mit den Zinserträgen hervorragende Lehrabgänger, die in Dietikon wohnhaft sind oder dort ihre Lehrstelle haben, prämiert werden können.

Dieses Jahr hätten sich zehn Absolventen für die Auszeichnung beworben. Die Stadt habe entschieden, Abschlüsse ab einer Gesamtnote von 5,2 zu prämieren, sagte Müller. In seiner Ansprache im Stadtkeller gratulierte er den erfolgreichen jungen Berufsleuten und gab Ihnen positive Gedanken mit auf den weiteren Weg: Es habe sich gezeigt, dass sich Einsatz lohne, auf dieser Erfahrung in schwierigen Zeiten aufzubauen und stets das Positive im Auge zu behalten, werde auch in Zukunft helfen, sagte der Stadtpräsident und schloss: «Je besser Sie ausgebildet sind, desto flexibler werden Sie in der zukünftigen Arbeitswelt sein».

Anwesend war auch Robert Hollinger, COO vom SFC Koenig, um die Ausgezeichneten zu gratulieren. Unter den Geehrten befanden sich gleich vier Lehrabgänger der Confiserie Sprüngli in Dietikon: Antoine Käslin, Petra Bächler, Sina Schaller und Samuel Widmer schlossen alle mit einer Note von 5,2 ab. Regina von Däniken, Ausbildnerin von Sprüngli, erklärte den Erfolg damit, dass die jungen Leute sehr motiviert seien und Sprüngli ihren Schützlingen breite Möglichkeiten und Infrastrukturen sowie fundiertes Fachwissen biete. Dies kann auch die Urdorferin Sina Schaller bestätigen, die schon als Kind sehr gerne buk und heute am liebsten Konfekte macht.


«Solche Perle muss man behalten»


Mit einer Note von 5,5 schloss die Coiffeuse Fabienne Fischbacher bei Intercoiffure Ungricht in Dietikon ab. «Zum ersten Mal habe ich in meinem Betrieb einen Lehrabgänger, der die Berufsmatur macht», sagte René Ungricht. Fischbacher sei praktisch und theoretisch top. Eine solche Perle müsse man behalten, fand Ungricht. Die 19-Jährige wird weiterhin im Betrieb bleiben. «Für den Coiffeuse-Beruf gibt es nämlich keinen Studiengang an der Fachhochschule, doch die Berufsmatur habe ich für die Verbesserung meiner Allgemeinbildung und Sprachkenntnisse absolviert», sagte Fischbacher, die berufsbegleitend noch eine Visagistenschule macht.

Auch im Betrieb und auf dem Beruf bleiben, möchte der Informatik-Absolvent Gabriel Daw. der mit einer Note von 5,4 abschloss. «Ich optimiere die Programme im Zahlungssystem der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich», erklärte Daw. Einen Studiengang an der Fachhochschule kann sich Ramon Jud, der mit einem Abschluss von 5,6 Jahrgangsbester ist, vorstellen. Neben seiner Lehre zum Elektroinstallateur absolvierte er erfolgreich die Berufsmatur.

Ob im Betrieb und auf dem Beruf bleiben oder neue Orte und Richtungen erkunden, mit diesem Rucksack sind die jungen Berufsleute gut für die Zukunft gerüstet.