Unterengstringen

Diese Frau darf für ihre Schützlinge weiter kämpfen

© Daniel Diriwächter

Der Tag der offenen Tür war auch eine Siegesfeier für Nicole Baumeler: Mit dem Wildtier-Diplom in der Tasche, schaut die Leiterin der Tierauffangstation optimistisch in die Zukunft. Doch das war nicht immer so.

Gross war der Schock für Nicole Baumeler, Leiterin der Tierauffangstation Schinzenbrünneli, als ihr vor zwei Jahren das Veterinäramt mit der Schliessung drohte.

Grund: Ihre fehlende Ausbildung in der Tierpflege berechtige nicht zur Führung eines Heims für verletzte und verstossene Kleintiere. «Diese Nachricht war wie ein Stich ins Herz», so Nicole Baumeler. Vor 23 Jahren gründete sie ohne Zulassung den Betrieb nahe des Klosters Fahr. Nun war der Zeitpunkt gekommen, um zu reagieren.

Das «Wildtier-Diplom» in der Tasche

Trotz Selbstzweifel, ob sie den geforderten Stoff bewältigen könne, drückte Nicole Baumeler wieder die Schulbank. Die Mühe hat sich gelohnt: Seit wenigen Wochen hat sie ihr «Wildtier-Diplom» in der Tasche.

Die vergangenen zwei Jahre waren für sie nicht einfach, darum fällt Nicole Baumeler heute ein Stein vom Herzen. «Ich bin überglücklich, dass ich bestanden habe, denn die ersten Monate waren hart», erzählt die diplomierte Leiterin der Auffangstation.

Bei einem Notenschnitt von 4,8 darf sie auch stolz sein. Verirrte Entenfamilien oder Katzenbabys dürfen im Limmattal weiterhin auf ein grosses Herz für Tiere hoffen.

Spenden decken Teil der Futterkosten

Vergangenen Samstag wurde mit einem Tag der offenen Tür dieser Triumph gefeiert. Nicole Baumeler wollte sich damit auch bei allen bedanken, auf deren Unterstützung sie zählen durfte, auch finanziell.

«Dank der Spenden konnte beispielsweise ein grosser Teil der Futterkosten abgedeckt werden», freut sich Nicole Baumeler. Auf Spenden ist das Schinzenbrünneli auch in Zukunft angewiesen, erklärte sie und nimmt dabei die fünfjährige Papagaiendame Nana auf die Schulter.

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