Schlieren
Die zwei Brände stehen «eher» nicht miteinander in Verbindung

Ein Zusammenhang zwischen den zwei Bränden an der Badenerstrasse innerhalb kurzer Zeit, könne laut Polizeisprecher Daniel Schnyder, eher ausgeschlossen werden. Der Sachschaden belaufe sich auf rund 100 000 Franken.

Alex Rudolf
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Wieder brennt es in einer Occasions-Autohandlung in Schlieren.
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Die Besprechung des Einsatzes der Feuerwehr un der Polizei.
Brand in Schlieren
Die Feuerwehr entfernt Dachziegel um zu schauen, wie weit das Feuer im Haus innern gekommen ist.
Wieder brennt in Schlieren ein Auto-Occasionshandel
Wieder brennt in Schlieren ein Auto-Occasionshandel

Wieder brennt es in einer Occasions-Autohandlung in Schlieren.

Leserreporterin Sonja Andjelic Ljoljic

Im Gegensatz zu der Lagerhalle, die vor drei Wochen an der Badenerstrasse niederbrannte, steht diejenige, die am Dienstag einen Feuerwehr-Grosseinsatz erforderte, noch. Es klafft jedoch ein grosses Loch im Dach der Gebäudemitte. Was den Brand ausgelöst hat, sei im Moment noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher der Kantonspolizei, Daniel Schnyder, gestern gegenüber der Limmattaler Zeitung.

Ein Zusammenhang zwischen den zwei Bränden, die dem Autoareal innert kürzester Zeit widerfuhren, könne laut Schnyder eher ausgeschlossen werden. Auch die Höhe des Sachschadens liegt laut Schnyder noch, wie anfangs prognostiziert, bei rund 100 000 Franken.

Brunner will Betrieb weiterführen

Die Folgen der Brände für die spätere Entwicklung der beiden Areale, die gleich nebeneinander zu liegen kommen, sind sich ähnlich. Auf beiden Arealen sind Wohnungsbauten geplant. Beide im Rahmen des Gestaltungsplans Schlieren-West, der seit August 2012 rechtskräftig ist.

Die Immobilien-Anlagestiftung Turidomus, Landbesitzerin des Baufeldes, auf dem der Brand vor drei Wochen wütete, weiss: Man will bis zur Erteilung einer Baubewilligung keine Brache. Michael Schneider, Portfoliomanager von Turidomus, sagte kurz nach dem Grossbrand gegenüber der Limmattaler Zeitung, dass aber «mit grösster Wahrscheinlichkeit» keine neue Halle gebaut würde. Der Landmieter Kurt Brunner, der das Land an rund 30 Parteien untervermietete, gab damals an, dass er den Betrieb bis zur Bebauung des Areals weiterführen wolle.

Räumung Ende 2013

Die Wahrscheinlichkeit, dass das zweite Areal zur Brache wird, ist derweil auch sehr gering. Jedoch nicht wegen einer Zwischennutzung, sondern weil schon seit längerem geplant war, das Areal auf Ende 2013 zu räumen. Dies sagte Mark Hauser, Mediensprecher der Axa Leben AG, der das Areal gehört, gestern auf Anfrage. Die Lagerhalle, die am Dienstag vom Feuer heimgesucht wurde, ist zwar nicht eingestürzt, der mittlere Teil könne aber sicherlich nicht mehr genutzt werden, sagt Hauser.

Auf einem Teil des Areals sollen Wohnungen entstehen und auf einem anderen will die Stadt Schlieren das Schulhaus realisieren, über das der Souverän am 24. November befindet. Ein Studienwettbewerb für die Wohnbauten ist bereits durchgeführt worden. Die Anzahl Wohnungen, die gebaut werden, hängt laut Hauser aber noch davon ab, ob die Schlieremer Bevölkerung dem Projekt Schulhaus Schlieren West zustimmen wird.

Brand in Schlieren
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Brand Schlieren
Bild von der Leser-Reporterin Daniela Mazzurana
Bild vom Leser-Reporter Leser Waldemar Köhli aus Dietikon
Anzeigetafel im Bahnhof Schlieren
 (pas)
Brand Schlieren
Daniela Mazzurana

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