Reaktion

Die Zürcher Untersuchungsgefängnisse stocken ihren Nachtdienst auf

Der Eingang zum Gefängnis Limmattal, das einen neuen Chef und eine neue Abteilung für Krisenintervention erhält. DEG

Der Eingang zum Gefängnis Limmattal, das einen neuen Chef und eine neue Abteilung für Krisenintervention erhält. DEG

Der Ausbruch aus dem Limmattaler Gefängnis hat etwas bewegt - zumindest in der Politik. Künftig sollen nachts in jedem Zürcher Untersuchungsgefängnis immer mindestendrei Aufseher präsent sein.

Gestern wurde das Urteil im Fall der ehemaligen Gefängnisaufseherin Angela Magdici gefällt, die ihrem jetzigen Verlobten Hassan Kiko letztes Jahr zur Flucht aus dem Limmattaler Gefängis verhalf: Sie wird zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilt. Magdici gab sich vor Gericht reuig «Ich würde es nicht wieder tun, ich habe einen Fehler gemacht», weiter sagt sie, «es hat nichts gebracht.»  

Damit hat sie aber nicht ganz recht, zwar sitzt der gefasste Hassan Kiko wieder hinter Gitter, doch das Gefängnis hat seither mehrere Sofortmassnahmen ergriffen. Gegenüber der SRF-Radiosendung «Heute Morgen» sagte Roland Zurkirchen, aktuell noch Gefängnisdirektor in Dietikon und neu bald Leiter der Zürcher Untersuchungsgefängnisse: «Künftig arbeiten in den Zürcher Untersuchungsgefängnissen auch nachts stets drei Aufseher oder Aufseherinnen». Weiter sei das Mindestalter des Aufsichtspersonals von 30 auf 35 Jahre angesetzt worden. Diese Neuerungen werden gemäss Zurkirchen bald umgesetzt.

Kurz nach dem Gefängnisausbruch Limmattal hatte der Regierungsrat bereits in die Wege geleitet, dass man die Gefängnisschleusen nur zu zweit passieren kann.

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