Faustball
Die Ziele der Schlieremerinnen bleiben bescheiden: «Der Ligaerhalt ist realistisch.»

Die Schlieremerinnen wollen in der Feldsaison in erster Linie die Liga sichern.

Michel Sutter
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Simone Eicher und ihre Teamkolleginnen von Faustball Schlieren erwarten eine anspruchsvolle Saison in der Nationalliga A.

Simone Eicher und ihre Teamkolleginnen von Faustball Schlieren erwarten eine anspruchsvolle Saison in der Nationalliga A.

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Gestern Abend haben die Spielerinnen der ersten Mannschaft von Faustball Schlieren noch einmal trainiert, sich noch einmal fokussiert auf den kommenden Sonntag. Dann beginnt auf dem Sportplatz Unterrohr die Feldsaison in der Nationalliga A und der Nationalliga B.

17 Mal haben die Frauen von Faustball Schlieren bereits den Schweizer-MeisterTitel gewonnen, acht Mal davon auf dem Feld. Doch in dieser Saison sehen sich die Schlieremerinnen nicht als Favoritinnen. «Wir wollen uns gegen die hinteren Plätze absichern», sagt Simone Eicher. «Das letzte Team der Tabelle muss gegen den Zweiten der Nationalliga B spielen, und das wollen wir vermeiden.» Präsident Daniel Laubi hofft zwar auf einen Platz im Mittelfeld, sagt aber: «Der Ligaerhalt ist realistisch.»

Für einen mehrfachen Schweizer Meister wirkt dieses Ziel bescheiden. Doch das NLA-Team von Faustball Schlieren hat einige Veränderungen hinter sich. «Unsere Trainerin Tabea Pfeuti, die jeweils in der Abwehr und im Angriff mitgespielt hat, fehlt, weil sie Mutter geworden ist», führt Eicher aus. «Zudem hat mit Melissa Steiner eine erfahrene Spielerin aufgehört.» Hingegen habe man einige neue Spielerinnen im Team. So ist Silja Abdel-Baseir neu hinzugekommen, eine Nachwuchsspielerin aus der zweiten Mannschaft, welche die ehemalige Nationalmannschaftsspielerin Michelle Fedier ersetzt. «Sie soll unsere Hauptschlägerin Sabine Pfister entlasten», sagt Laubi.

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Meistertitel haben die Faustballerinnen aus Schlieren bisher gewonnen.

Nicht neu, aber auch noch nicht sehr lange dabei ist Friederike Wilke, ebenfalls eine Spielerin aus den eigenen Reihen, die zum erweiterten Nationalkader gehört. «Sie wird sicher Verantwortung übernehmen», sagt Eicher. «Auch Alessa Krauter ist erst vor einem Jahr zum Team gestossen.» Neben Simone Eicher und Sabine Pfister ist Michelle Krauter damit noch die einzige im Team, die schon länger dabei ist.

Konkurrenz hat sich verstärkt

Damit fehlt den Schlieremerinnen die Erfahrung, die auf diesem Niveau ausschlaggebend sein könnte im Kampf um einen der Spitzenplätze. Kommt hinzu, dass die Faustballerinnen aus Schlieren in der Hallensaison nicht gerade Selbstvertrauen tanken konnten. Erst verpassten sie die Finalrunde nur knapp, und dann gerieten sie in der Abstiegsrunde gegen Rebstein gar in Rückstand. Die Schlieremerinnen gewannen die Partie am Ende jedoch und beendeten die Saison auf Platz 5. Auch in der vergangenen Feldsaison scheiterte das Team im Versuch, sich einen Platz für die Finalrunde zu ergattern. Der damalige Vizemeister wurde am Schluss Vierter. Ein Rang, der die Schlieremerinnen in der neuen Saison zufriedenstellen würde.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. So hat zum Beispiel Neuendorf, das die Schlieremerinnen in der vergangenen Saison zweimal besiegten, neue Spielerinnen geholt. «Neuendorf dürfte diesmal sicher stärker aufspielen», meint Eicher. Am stärksten schätzt Eicher aber den amtierenden Schweizer Meister Jona ein. «Bei Jona sind vier von fünf Spielerinnen im Nationalkader», sagt Eicher. Gegen Jona werden die Schlieremerinnen in ihrer ersten Partie am Sonntag antreten. Um 10 Uhr geht es los. Gleichentags spielen die Schlieremerinnen gegen Kreuzlingen, das auf diese Saison hin aufgestiegen ist, und Diepoldsau, gegen das Schlieren in der letzten Saison zweimal gewonnen hat.

Während Jona gegen die Schlieremerinnen favorisiert ist, sollten Kreuzlingen und Diepoldsau durchaus in Reichweite der Limmattalerinnen liegen. Daher erwartet Eicher auch eine «ausgeglichene Saison». Doch gleichzeitig warnt sie: «Als Team befinden wir uns in einer Übergangsphase. Es wird kein Spaziergang werden.»