Dietikon

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Dietikon ist minimal zurückgegangen

Im RAV in Dietikon haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun.bier

Im RAV in Dietikon haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun.bier

Die Quote verharrt wie im Vormonat trotzdem weiterhin auf 4,9 Prozent

14 Stellensuchende weniger als im Vormonat wurden beim Regionalen Arbeitszentrum (RAV) im Bezirk Dietikon diesen September gezählt, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit mitteilte. Die minimale Abnahme hat aber keinen Einfluss auf die Quote – bei 2090 gemeldeten Personen liegt diese unverändert bei 4,9 Prozent. Zwei Limmattaler Gemeinden weisen sogar eine höhere Quote auf: Noch immer zeigt der Bezirkshauptort Dietikon selbst den höchsten Wert: 6,6 Prozent. Danach folgt Schlieren mit 5,7 Prozent. Am wenigsten Arbeitslosigkeit herrscht mit einer Quote von 2,7 Prozent in Oetwil.

85 Stellen sind offen

Peter Greif, Leiter des RAV Dietikon, weiss, dass die Anzahl der Stellensuchenden im Limmattal verhältnismässig hoch ist, verweist aber auch auf die Zahlen des Kantons Zürich insgesamt: «Mit aktuellen 3,5 Prozent im Kanton ist die Quote grundsätzlich tief.» Aber lokal betrachtet, ist eine negative Entwicklung im Bezirk Dietikon nicht von der Hand zu weisen. Diese lässt sich beispielsweise anhand der beim RAV gemeldeten aktuellen Stellenangebote aufzeigen: Zurzeit sind es 85 Stellen in Unternehmen im Bezirk, für die das RAV Dietikon neue Mitarbeitende sucht. Im Vorjahr waren es noch 130. Beim RAV selbst haben die Mitarbeiter deshalb alle Hände voll zu tun.

«Auf einen RAV-Berater mit 100 Stellenprozent kommen aktuell 135 Personen, die es zu betreuen gilt», erklärt Peter Greif – Tendenz steigend. Eine der Ursachen liege an der unbefriedigenden Geschäftslage, so Greif. Laut einer Befragung der Konjunkturforschungsstelle der ETH, kurz KOF, meldete eine Mehrheit der Industrieunternehmen, dass sich die Auftragslage verschlechtern werde. Der starke Franken dürfte auch ein beachtlicher Grund dafür sein, dass gerade in der Industrie wenig Stellen verfügbar sind. «Ich beobachte den Markt genau und habe festgestellt, dass seit der Aufhebung der Euro-Untergrenze besonders die KMU mit der Einstellung von Personal vorsichtig geworden sind», sagt Greif. Demgegenüber stehen aber auch positive Meldungen: Bau sowie Architektur- und Ingenieurbüros zeigen sich optimistisch, was ihre Aufträge anbelangt.

Breiter Anstieg der Quote

Im Kanton Zürich erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 345 Personen, womit die Quote von 3,4 auf 3,5 Prozent anstieg. Zwei Drittel davon sind auf Saisoneffekte zurückzuführen, aber in der Industriebranche und im Baugewerbe sowie in den Dienstleistungssparten sei der Anstieg generell breit abgestützt.

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