Limmattal
Die Wölfli der Pfadi Altberg leisten Detektivarbeit

Die Wölfli der Pfadi Altberg verbringen verbringen ihr Sommerlager in den Wäldern von Köniz.Die Geschichte mit dem gestohlenen Schatz zieht sich als roter Faden durch die Woche- ein Besuch vor Ort.

Katja Landolt
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Auch Zelteaufbauen will gelernt sein
12 Bilder
Baghira zeigt beim Nudelnmachen die Krallen
Butler James bewahrt Haltung, selbst beim Wandern
Das Zmittag von morgen ist fast fertig
Die Wölfli der Pfadi Altberg und ihre Lagerleiter
Die Wölfli schreiben Postkarten nach Hause
Sommerlager der Pfadi Altberg
Kurze Rast samt Zwischenverpflegung für den Grafen
Nach dem Mittagessen besprechen die Leiter das Programm
Sicherheitsvorstand Hugentobler hat auf seiner Flucht Spuren hinterlassen
Switch lernt von Sulaika den richtigen Knopf
Zum Zmittag gibt es Wähen mit Käse, Zwetschgen oder Aprikosen

Auch Zelteaufbauen will gelernt sein

Katja Landolt

Da ist er. Sicherheitsvorstand Hugentobler hastet in einiger Entfernung durchs Unterholz. «Stehen bleiben!», schreien die Verfolger, «Halt!» Hugentobler ergibt sich, die keuchende Meute holt ihn ein. Zu zahlreich und zu übermächtig sind die Verfolger: elf Wölfli, ein Koch samt Gehilfe, eine Gärtnerin, Butler James und das Hausmädchen.

Und selbst die edlen Herrschaften - Graf von Weiermatt und seine Gattin - haben sich dem Verfolgertrupp angeschlossen.
Krimi als roter Faden
Abgespielt hat sich diese wilde Verfolgungsjagd gestern Nachmittag in den Wäldern von Köniz. Hier verbringen die Wölfli der Pfadi Altberg ihr Sommerlager. Die Geschichte mit dem gestohlenen Schatz zieht sich als roter Faden durch die Woche. Jeden Tag erleben die Kinder ein neues Abenteuer, jeden Tag macht sich jemand anderes verdächtig. Wer den Schatz gestohlen hat, wird erst am letzten Abend auskommen.
«Schaut mal», schreien die Wölfli, die Hugentobler den Rucksack von den Schultern gezerrt haben. Triumphierend halten sie eine Flasche Wein in die Höhe. Wein? Als Proviant für eine Joggingrunde, wie Hugentobler behauptet? Höchst verdächtig. Ob er den Schatz der Familie von Weiermatt gestohlen hat? Switch hat auch bereits ein Motiv ausgemacht: «Hugentobler hat den Schatz sicher geklaut, weil er zu wenig verdient.»
Wer flucht, sagt «Härdöpfel»
Eine Stunde vorher, zur Mittagszeit: Es gibt Käse-, Zwetschen- und Aprikosenwähe. Und Salat. Das passt nicht allen. Chilli piekst alle Salatblätter auf seinem Teller auf einmal auf, schiebt sich die Gabel in den Mund und kaut mit gequältem Gesichtsausdruck. «Salat isch gruusig», sagt er. Doch wer ein zweites Stück Wähe will, kommt um den Salat nicht herum. So sind die Regeln.
Von diesen Regeln gibt es einige: Die Lagerteilnehmer haben einen Pakt abgeschlossen, den alle unterschrieben haben: Wer fluchen will, darf nur «Härdöpfel» sagen. Keiner wird ausgelacht. Keine Gewalt. Und: Nicht zu laut sein. Laut ist es trotzdem; dass die Kinder Spass haben, ist nicht zu überhören. «Wir sind uns das gewöhnt, wir waren schliesslich auch mal Wölfli», sagt David Beutler v/o Octopus, der das Lager gemeinsam mit Tamara Fröhlich v/o Jalisca leitet.
Was gefällt den Wölfli denn in der Pfadi? «Mir gefällt es, in der Natur zu sein», sagt Fajita, die an einer Postkarte malt. Adagio und Dynamo sind vor allem von den Übungen begeistert: «Die Nachtübung war cool, aber man ist am Tag darauf einfach müde.» Abteilungsleiterin Tweety sitzt daneben und lacht. Für sie als langjährige Pfadfinderin ist der Fall klar: «In der Pfadi kann man einfach sich selber sein. Hier spielt es keine Rolle, wie man angezogen oder ob man geschminkt ist.»