Curling

Die WM-Heldinnen werden gebührend empfangen

Die Urdorfer Goldmedaillengewinnerin Alina Pätz und ihr Team wurden am Montagnachmittag am Flughafen Kloten von Familienmitgliedern, Freunden und Fans empfangen und für ihren Erfolg gefeiert.

Freunde und Familie stehen kurz nach 16 Uhr am Terminal 1 am Flughafen Kloten in Zürich bereit, um ihre Goldmedaillengewinnerinnen zu empfangen. Jedes Mal, wenn sich die Tür in der Ankunftshalle öffnet, strecken die in rot-weiss gekleideten Fans erwartungsvoll ihre Schweizer Fahnen und die Luft und beginnen die Kuhglocken zu schwingen.

Doch Fehlalarm: Die vier Curlerinnen lassen noch auf sich warten. Nach 25 Minuten Verspätung ist es endlich soweit und die Urdorferin Alina Pätz marschiert zusammen mit ihren Teamkolleginnen Nadine Lehmann, Marisa Winkelhausen und Nicole Schwägli durch die Schleuse. Begleitet von tosendem Applaus und Blitzlichtgewitter fallen die WM-Heldinnen des Regio Team Baden ihren Liebsten in die Arme und lassen sich beglückwünschen.

Warmer Empfang für Gold-Curlerinnen am Flughafen Zürich

Warmer Empfang für Gold-Curlerinnen

Eine Auszeit mit der Familie

Pätz kann den Sieg gegen Kanada in Sapporo noch immer nicht ganz glauben. Baden Regio bezwang die aktuellen Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen von 2008 in allen Direktbegegnungen – und von Spiel zu Spiel auf überzeugendere Weise. Trotz des langes Fluges ist Pätz aber bei bester Laune.

Sie schüttelt fleissig Hände, nimmt Gratulationen entgehen und beisst für die Kameras stolz in ihre goldene Medaille, die sie um ihren Hals trägt. Sie habe gut schlafen können im Flugzeug, sagt Pätz. Trotzdem brauche sie jetzt erst einmal ein paar Tage um herunterzufahren.

«Ich freue sich darauf, Zeit mit der Familie und den engsten Freunden zu verbringen», so die Urdorferin. Schon in zwei Wochen geht es für Pätz weiter nach Kanada. Zwei Turniere stehen bevor. Gefeiert werde der WM-Erfolg aber natürlich trotzdem. Auch in Urdorf ist die Freude über den Erfolg von Pätz gross. Die Gemeinde, zusammen mit dem Kartell der Ortsverein Urdorf, wird die Sportlerin zu einem späteren Zeitpunkt in einem würdigen Rahmen ehren, wie Patrick Müller, Leiter Stab, auf Anfrage erklärt.

32 Jahre alte Marke gebrochen

Es ist das erste Mal, dass es einem Schweizer Frauenteam gelang, neun Partien hintereinander für sich zu entscheiden. Regio Baden verbesserte damit die 32 Jahre alte Marke des damaligen Weltmeisterteams. Pätz hat sich schon einmal über Gold freuen können. Vor drei Jahren war die 25-Jährige aber nur als Ersatzspielerin für Davos aufgeboten. Diese WM stand sie selbst im Rampenlicht. «Dass wir gewinnen können, hielten wir während der ganzen Weltmeisterschaft immer für möglich», sagt Pätz selbstbewusst. Doch das sei nicht alleine ihr Verdienst. Sie habe stets auf ihr Team zählen können.

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