Uitikon
Die Waldeggkreuzung soll sicherer werden und Blechschäden verhindern

Uitikon Auf der Waldeggkreuzung sind die Sanierungen abgeschlossen – sie sollen die Sicherheit markant verbessern. Zudem wurden neue Bushaltestellen geschaffen. Der Bus, der von der Stadt her kommt, fährt in die Busbucht.

Flavio Fuoli
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Hier gab es früher oft Blechschaden.

Hier gab es früher oft Blechschaden.

Limmattaler Zeitung

Am auffälligsten ist die Einmündung der Stalliker- in die Birmensdorferstrasse. Hier führten die Planer einen grossen Einschnitt aus. «Im ersten Augenblick haben wir gedacht, das ist ja verrückt», äussert sich Uitikons Werkvorstand Fredy Lienhard im Gespräch mit der az Limmattaler Zeitung. «Es ist der grösste Eingriff, der vorgenommen wurde, auch in der Natur», fährt er fort. Doch die Sicherheit geht vor. «Früher mündete die Stallikerstrasse in spitzem Winkel in die Birmensdorferstrasse ein. Das gab dort oft Blechschaden», erinnert er sich.

Weil die Kantonspolizei grossen Respekt vor Auffahrunfällen habe, Stichwort Schleudertrauma, sei die Auflage gewesen, die Stallikerstrasse, eine Staatsstrasse, müsse im rechten Winkel einmünden. Die Schwierigkeit für die Dorfbevölkerung, diesen Einschnitt zu verstehen, sei die Dimension gewesen, fährt Lienhard fort. «Aber die Sicherheit geht vor.» Im ersten Moment gefalle das Bauwerk nicht unbedingt, zumal die Böschung noch nicht richtig begrünt sei, aber die Natur hole sich sowieso alles wieder zurück.

4,5 Millionen für mehr Sicherheit

Der Regierungsrat hatte 2009 4,5 Millionen Franken für das Projekt bewilligt. Es sah ein neues Lichtsignal, eine separate Busspur und Radstreifen, Mittelinseln für Fussgänger, die Anpassung der bestehenden Unterführung an die heutigen Sicherheitsbedürfnisse sowie erwähnt die Einführung der Stallikerstrasse in die Birmensdorferstrasse vor. Bewilligt wurden damals 6,6 Millionen Franken, wovon der Bund 1,5 Millionen übernahm und die Gemeinde Uitikon 500000 Franken für den Abschnitt Zürcherstrasse, eine Gemeindestrasse bezahlte.

Fredy Lienhard ist sich sicher, wenn der sich in Bearbeitung befindende Quartierplan Leuen-Waldegg komme, werde der Verkehr bezogen auf den für Uitikon wichtigen Verkehrsknoten noch zunehmen. Auf die Grösse der Umbauten auf der Kreuzung angesprochen, meint er: «Wenn man so etwas baut, muss man in die Zukunft sehen. Der Verkehr wird nicht abnehmen.» Man habe auch für den Radverkehr beidseits der Birmensdorferstrasse gewaltige Anstrengungen unternommen. Überhaupt sei die grosse Kreuzung Birmensdorfstrasse/Zürcherstrasse der Hauptpunkt der Sanierungen gewesen. Man habe den öffentlichen Verkehr hier optimiert.

Mehrwert für Uitikon

So wurde von der Zürcherstrasse her, die vom Uitiker Dorfzentrum hinaufführt, eine zweite Spur eingebaut. Auch wurden auf der Zürcherstrasse neue Bushaltestellen geschaffen. Die eine wurde als Busbucht,
die andere als Fahrbahnhaltestelle konzipiert. Der Bus, der von der Stadt her kommt, fährt in die Busbucht, damit der Verkehr ins Dorf nicht gestaut wird. Auf dem Weg zur Kreuzung hält der Bus auf der Fahrbahn. «Mein Anliegen war, den öffentlichen Verkehr zu bevorzugen, aber den Privatverkehr nicht zu schikanieren», äussert sich Lienhard über den Uitiker Aspekt der Sanierung.

Froh ist der Werkvorstand auch über den Umstand, dass die Planer des Kantons, welche die Federführung bei dieser Sanierung hatten, auf den Wunsch der Gemeinde, die Unterführung über die Kreuzung zu belassen, eingegangen sind. Sie dient der Schulwegsicherung. Für Lienhard wäre es zu gefährlich, die Kinder über die vierspurige Strasse zur Schule laufen zu lassen. Dank der Unterführung sei nie etwas passiert. Heute sei sie sogar behindertengerecht ausgebaut.

Positiv sieht Lienhard auch das neue Trottoir talseits der Birmensdorferstrasse in Richtung Birmensdorf. Dies habe den Komfort wesentlich verbessert. Zu erwähnen ist auch die neue Einmündung ins Einkaufszentrum gleich unterhalb der Waldeggkreuzung. Der neue Einlenker sei heute wesentlich besser zu befahren und bedeutend sicherer als früher.

Infrastrukturleitungen verlegt

Mit den Bauten an der Kreuzung wurden auch die Infrastrukturleitungen wie Wasser und neue Schutzrohre für die Antennenleitung unter dem Boden neu verlegt und der Zukunft angepasst. Die Gemeinde Uitikon bekommt für ihre 500000 Franken die Sanierung des oberen Teils der Zürcherstrasse inklusive zwei neuer Buswartehäuschen und der Sanierung eines bisherigen. Sie bezahlt auch einen Teil der Unterführungssanierung. Um das Quartierplangebiet Leuen-Waldegg für die Bewohner durchgängig zu machen, wurde eine Mittelinsel auf der Zürcherstrasse erstellt. Später soll hier ein Fussgängerstreifen folgen.

Fredy Lienhard zeigt sich zufrieden mit dem Projekt: «Das ist für uns eine zentrale Kreuzung.»