Dietikon

Die Waadtländer Schausteller-Familie Bourquin baut die Chilbi auf dem Zelgliplatz auf

Noch ist es still auf dem geräumigen Platz im Herzen von Dietikon. Die bunten Konstruktionen scheinen sich regelrecht nach Kindern und Spass-Suchenden zu sehnen. Doch bis die Besucher am Wochenende die Chilbi auf dem Zelgliplatz beleben, muss noch einiges gebaut werden.

Das wissen Sacha und Victorien Bourquin bestens. Sie vertreten die dritte Generation der Waadtländer Schausteller-Familie Bourquin, die schweizweit Vergnügungsparks aufstellt.

Am Montag begannen die Brüder mit den Vorbereitungsarbeiten auf dem Zelgliplatz. «Wir müssen die Bahnen transportieren, aufstellen, waschen, testen und kontrollieren», sagt Victorien Bourquin.

Das Highlight dieses Jahres soll die Hochbahn «Skyfly» sein. Die 22 Meter hohe Bahn wird bald einige Besucher auf den Kopf stellen. Zu den traditionellen Attraktionen wie dem Schiessstand, dem Etagenkarussell oder dem Autoscooter kommen die Achterbahn «Dragon» und die «Waterball»-Anlage. Bei letzterer können Besucher über das Wasser laufen.

Noch breiter als das Unterhaltungsprogramm ist das kulinarische Angebot: Es reicht von traditionellen Chilbispezialitäten wie Zuckerwatten und gebratenen Mandeln bis zu Wurst, Schnitzel, Kebab und Churros.

Der Familienpatriarch

Während Sacha und Victorien für das Aufstellen der Chilbi verantwortlich zeichnen, obliegt deren Organisation Familienpatriarch Willy Bourquin. Zur Freude der Kinder vertritt der 71-Jährige das Familiengeschäft seit sieben Jahren in Dietikon.

«Wir – die Behörden und ich – sind stolz auf die Chilbi», sagt der Waadtländer. «Das Volksfest gehört zum gesellschaftlichen Leben, einmal im Jahr muss es stattfinden», stellt er fest. Er sei froh, die Chilbi in Dietikon veranstalten zu dürfen. «Der Zelgliplatz eignet sich bestens dazu, er ist weder zu gross, noch zu klein», sagt Bourquin. Das Volksfest kommt ganz ohne Suchtmittel aus: «Wir organisieren ein familiäres Ereignis, ohne Alkohol, Zigaretten oder Drogen.»

Verbesserungspotenzial sieht er nur in der Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen: «Leider konnten wir dieses Jahr keinen lokalen Verein an Bord holen.»
Mit ihren Wohnwagen ist die Familie Bourquin ständig auf Achse, vor kurzem waren sie am Winzerfest in Neuenburg, nächste Woche sind sie in Regensdorf und dann im Tessin zu finden. Doch bis dahin unterhalten die Bourquins das Dietiker Volk.

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