EM 2020

Die Vorbereitung der Public Viewings im Limmattal läuft

Auch dieses Jahr können Schweizer Fussballfans an Public Viewings in Dietikon und Urdorf auf ein Weiterkommen der Nati hoffen.

Auch dieses Jahr können Schweizer Fussballfans an Public Viewings in Dietikon und Urdorf auf ein Weiterkommen der Nati hoffen.

Limmattaler Fussballfans können sich schon jetzt auf zwei Public Viewings während der EM 2020 freuen. In Dietikon gibt es Änderungen.

Das Jahr 2020 ist noch frisch und trotzdem dürften viele Fussballbegeisterte bereits mit grosser Vorfreude auf den ­kommenden Sommer blicken: Die Fussball-Europameisterschaft steht an.

Ab dem 12. Juni kämpfen 24 Nationen, unter ihnen auch die Schweiz, um den heiss ­begehrten Titel. Die Spiele werden in Stadien, die über ganz Europa verteilt sind, ausgetragen. Dies erschwert zwar Fans, jedes Spiel ihrer favorisierten Mannschaft vor Ort miterleben zu können, doch wird so vielen Fussballenthusiasten aus Europa ermöglicht, in ihrem Land am Spektakel teilzuhaben. Auf Schweizer Rasen werden keine Spiele stattfinden. Als Alternative zum Stadionbesuch bieten sich Fans in der Schweiz Public Viewings an, die bereits während der WM 2018 gut besucht waren. Auch die Limmattaler Veranstalter hoffen, wiederum viele Fans anzulocken.

Grossanlass findet wieder auf dem Kirchplatz statt

Die Highlights seien die Spiele der Schweiz gegen Italien und die Türkei, sagt Roger Zeindler, Organisator des Public Viewings auf dem Kirchplatz in Dietikon. Beim Spiel gegen die südlichen Nachbarn erwartet er «1500 bis 2000 Zuschauer». Auch die Spiele mit Portugal dürften gut besucht sein.

An der Veranstaltung ändert sich einiges im Vergleich zur WM 2018. Zeindler prüft, ob er die Leinwand neu an das Gebäude hängen wird, in dem sich der Swisscom-Shop und die ­City-Apotheke befinden. Sie wäre somit nicht mehr überdacht und die Leute könnten bei schönem Wetter das Spiel unter freiem Himmel verfolgen. Das Einverständnis des Hauseigentümers hat Zeindler schon. Statt einer Indoor- müsste er eine teurere Outdoor-Leinwand verwenden, erklärt Zeindler. Hingegen kein Problem sollte der Bau der Limmattalbahn sein, da die Intensivbaustelle in der Nähe des Platzes erst im Sommer 2021 anlaufen soll.

Warum neu der Eintritt in ­Dietikon etwas kostet

An der EM 2020 wird dieses Public Viewing, anders als 2018, nicht mehr frei zugänglich sein. «Viele Leute sind hingesessen, haben selber Essen mitgenommen und wurden frech, als sie darauf hingewiesen wurde, dass das hier nicht erlaubt sei», ­erzählt Zeindler. Lieber nimmt er in Kauf, dass 50 Leute ­weniger kommen. Der Eintritt soll jedoch in Form eines ­Getränkegutscheins kompensiert werden.

Auch für abwechslungsreiches Essen soll auf dem Kirchplatz gesorgt sein. Es werden jeweils für eine Woche «zwei bis drei Foodstände» aufgestellt. Somit sollen zum Beispiel nicht nur «Grilladen und Hamburger», sondern auch indisches Essen angeboten ­werden.

Die Böllebar auf dem Mehrzweckplatz Zwischenbächen in Urdorf wird dieses Jahr auch wieder alle Spiele der EM zeigen. «Wir haben den Platz bereits gemietet und reserviert», sagt Michael Pauli vom achtköpfigen Organisationskomitee. Er erwartet ebenfalls, dass das Spiel zwischen der Schweiz und Italien am meisten Leute anziehen wird. Es passen um die 800 Leute in das Böllebar-Zelt. Bei grossem Interesse können es aber auch mehr sein. Tendenziell sei die EM sogar leicht besser besucht als die WM, da nur europäische Länder am Wettbewerb teilnehmen.

Primär soll die Böllebar ein Treffpunkt für die Bevölkerung der Region sein, auch unabhängig vom eigentlichen Spiel. Pauli lässt durchblicken, dass man sich auch dieses Jahr wieder lustige Überraschungen überlegen wird. Die Böllebar ist auf zirka 100 Helfer angewiesen. Im Februar wird die Anmeldung aufgeschaltet.

Roger Zeindler tippt auf einen Sieg der Italiener

Während Roger Zeindler auf einen EM-Titel der Italiener tippt, will sich Michael Pauli nicht festlegen. Er fände es aber schön, wenn ein Land ­siegen würde, das die EM noch nie gewonnen hat: «Hoffentlich bleibt es spannend bis zum Schluss.»

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