Was haben Wolfgang Amadeus Mozart, Astor Piazzolla und Hans Zimmer gemeinsam? Sie alle komponieren Musik; die allerdings unterschiedlicher nicht sein könnte. Doch genau das bot Le Donne Virtuose eine Vorlage für ein spannendes Potpourri aus der Musikwelt, welches das Streicherquartett am Samstag im restlos ausverkauften Dietiker Stadtkeller im Rahmen der beliebten Reihe Chällerkonzerte zum Besten gab.

Egal, ob Klassik, Tango, Polka oder moderne Filmmusik, musikalische Berührungsängste kennen die vier Damen keine, wenn sie ihr Publikum mit dynamischem Spiel mitreissen. Obwohl sie auch leisere und romantische Töne anklangen, lag der Schwerpunkt auf beschwingten und feurigen Kompositionen wie der volkstümlichen süditalienischen Tarantella. Ein rassiger Charleston versetzte die Zuschauer gedanklich zurück in die swingenden 20er-Jahre und Trains von George Gruntz zollte dem kürzlich verstorbenen Jazzkomponisten Tribut.

Le Donne Virtuose, das sind die Violinistinnen Caterina Klemm und Fränzi Frick, die Violaspielerin Nicole Hitz und die Dietiker Cellistin Eva-Maria Burkard. Die vier Frauen gründeten im Sommer 2000 das Quartett und leben seither gemeinsam ihre musikalische Abenteuerlust aus.

Neben vielen Auftritten in der Schweiz blickt die Gruppe auch auf erfolgreiche Konzerttourneen durch Italien, Österreich und Deutschland zurück. Seit 2010 haben die Berufsmusikerinnen zudem drei Kinderprogramme in ihr Repertoire aufgenommen, um auch den kleinsten Zuhörer grosse Unterhaltung zu bieten. Ihre musikalische Energie und Leidenschaft war am Samstag auf der Bühne stets greifbar. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht spielten sie sich auf der Bühne immer wieder regelrecht in einen Rausch oder sorgten mit pfiffigen und verspielten Intermezzi für Schmunzeln im Publikum.

Nach einer Zugabe mit zwei Klezmer-Stücken bekundeten die Zuschauer mit grossem Applaus ihre Freude am Konzert. So konstatierte der Zuhörer Rolf Oetiker: «Es war sehr schön und die vier Frauen haben eine starke Ausstrahlung. Die letzten beiden Stücke haben mir ausserordentlich gut gefallen.» Und Stefan Baier schwärmte: «Ich habe es grandios gefunden. Sie haben ihrem Namen alle Ehre gemacht und sich virtuos quer durch eine breite Musikpalette gespielt,» schwärmte Stefan Baier aus Dietikon.